Mi., 14.03.2018

Bundesfrauenkonferenz der Polizeigewerkschaft Aggression gegen Polizistinnen nimmt zu

Bundesfrauenkonferenz der Polizeigewerkschaft : Aggression gegen Polizistinnen nimmt zu

Foto: dpa (Symbolbild)

Münster - 

Die Gewerkschaft der Polizei beklagt mehr Gewalt gegen Polizistinnen. In Münster sind im vergangenen Jahr 56 Beamtinnen im Einsatz verletzt worden.

Von Ralf Repöhler

Die Aggressionsschwelle gegenüber Polizisten im Einsatz ist gesunken. Ein Akzeptanz-Problem speziell von Frauen in Uniform, wie es die Gewerkschaft der Polizei aktuell bundesweit beklagt, kann das Polizeipräsidium Münster indes nicht bestätigen. Die Zahlen mit 268 verletzten Menschen bei Widerstandshandlungen gegen Polizeivollzugsbeamte sind auf Vorjahresniveau, bestätigt Polizeipressesprecher Roland Vorholt. „Im Jahr 2016 wurden dabei 212 Männer und 56 Frauen verletzt“, sagt er.

Polizistinnen häufiger Opfer von Angriffen

Die Polizeigewerkschaft beklagte auf ihrer Bundesfrauenkonferenz, dass gerade Polizistinnen immer häufiger Opfer von Angriffen würden. Im Jahr 2015 wurden in Münster 38 Polizistinnen, im Jahr 2016 sogar 67 Polizistinnen und im Jahr 2017 eben 56 Polizistinnen bei Einsätzen verletzt.

Polizei bereitet sich intern vor

Die Polizei bereitet sich intern darauf vor, dass das Aggressionspotenzial insgesamt gestiegen ist. So sind die internen Trainingsprogramme fortgeschrieben worden. Die Selbstverteidigung hat im Dienstsport, wo auch das Schießen und besondere Einsatzsituationen trainiert werden, einen höheren Anteil bekommen. „Wir stellen uns natürlich darauf ein“, sagt Vorholt.



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