Nikotinverbot in städtischen Freibädern
Neue Schilder regeln das Rauchen

Münster -

Das Rauchen in den münsterischen Freibädern war bisher schon in den Bereichen der Becken verboten. Nun ist das auch explizit so. Neue Schilder sollen die Regeln klar verkünden.

Donnerstag, 15.03.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 15.03.2018, 17:34 Uhr
An den Beckenrändern der Freibäder ist das Rauchen verboten – bald auch explizit.
An den Beckenrändern der Freibäder ist das Rauchen verboten – bald auch explizit. Foto: Matthias Ahlke

Die Reservate im öffentlichen Raum, in denen Raucher noch geduldet werden, sind kontinuierlich im Schrumpfen begriffen. Nun werden auch die städtischen Freibäder Gegenstand des behördlichen Raucherzonen-Reglements. „Es gab zunehmend Konflikte wegen des Rauchens in den Freibädern“, berichtet Sportamtsleiter Michael Willnath. Darum sehe sich die Verwaltung nun aufgerufen, die übrigens schon seit Langem geltenden Regeln klarer zu kommunizieren.

Schilder sind Reaktion auf Beschwerden

Bisher war das Rauchen in den Umkleidebereichen, Toiletten und Waschräumen untersagt, außerdem in den Bereichen der Schwimmbecken. Die Stadt trägt so dem Jugend- und Nichtraucherschutz Rechnung. Daran soll sich nichts ändern, nur sollen in den genannten Verbotszonen ab der kommenden Saison Schilder unmissverständlich darauf hinweisen. „Es gab Beschwerden von Nichtrauchern über rauchende Gäste“, illustriert Willnath. Und Raucher, die in der Nähe der Becken vom Personal auf das Verbot angesprochen, sich ihrerseits beschwert hätten.

Rauchen auf Liegewiesen bleibt erlaubt

Nun sollen an den Eingängen der Coburg sowie der Freibäder Hiltrup und Stapelskotten Schilder aufgestellt werden, die die genauen Regeln verkünden. Auch rund um die Becken und in den Räumen der Bäder würden Hinweise angebracht. In Stapelskotten soll das Rauchen auch auf den „Liegedecks“ untersagt sein. Auf den Liegewiesen werden Raucher weiter geduldet, ungeachtet nichtrauchender Freibad-Besucher, denen ein umfassendes Verbot lieber wäre.

Stadt rechnet mit Widerstand

„Unser Personal hätte gar nicht die Kapazitäten, ein flächendeckendes Rauchverbot durchzusetzen“, erklärt Willnath. Auch wenn sich bis auf die neuen Schilder nun streng genommen nichts ändern wird, rechnet die Stadt mit Widerstand. Im Text der Tischvorlage, die jetzt im Sportausschuss verteilt wurde, heißt es: „Es sind zahlreiche emotionale Reaktionen von Rauchern zu erwarten.“

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