Hafenviertel
Bebauungsplan soll Öffnung der Theodor-Scheiwe-Straße ermöglichen

Münster -

Mit einem neuen Bebauungsplan will die Stadt Münster im Bereich zwischen Stadthafen I und Umgehungsstraße „die Grundlage für zukunftsfähige Gewerbe- und Büroflächen” schaffen. Teil des Entwurfs: Die bisher private und derzeit für den Durchgangsverkehr gesperrte Theodor-Scheiwe-Straße soll als öffentliche Straße ausgebaut werden.

Freitag, 16.03.2018, 12:20 Uhr aktualisiert: 16.03.2018, 12:33 Uhr
Hafenviertel: Bebauungsplan soll Öffnung der Theodor-Scheiwe-Straße ermöglichen
Die Privateigentümer haben die Theodor-Scheiwe-Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Foto: Günter Benning (Archiv)

„Zukunftsfähige Gebietsentwicklung schaffen”, so ist eine Pressemitteilung der Stadt Münster von Freitagvormittag überschrieben. Darin wird der Bebauungsplan-Entwurf für den Bereich zwischen Albersloher Weg, Stadthafen 1, Bundesstraße 51 und Lütkenbecker Weg vorgestellt. Ziel des Plans: „sowohl die bestehenden Nutzungen sichern als auch die Grundlage für zukunftsfähige Gewerbe- und Büroflächen schaffen.”

Pikant: Die bisher private und seit Ende 2015 (von den Privateigentümern) für den Durchgangsverkehr gesperrte Theodor-Scheiwe-Straße soll als öffentliche Straße ausgebaut werden. Die Stadtverwaltung hat schon lange auf eine Entlastung des Hansaringes mit Hilfe einer durchgehenden Theodor-Scheiwe-Straße vom Albersloher Weg bis zum Lütkenbecker Weg gedrängt. Auch eine Enteignung wurde ins Spiel gebracht.

Im Hintergrund steht ein seit Jahren schwelender und bis heute nicht gelöster Konflikt um die künftige Entwicklung des Hafenareals einschließlich der Verkehrsführung.

Derzeit gesperrter Privatweg

Derzeit gesperrter Privatweg Foto: Openstreetmap/Stepmap, Jürgen Christ

Wasserkante als öffentlicher Raum

Ähnlich wie nördlich des Stadthafens (am sogenannten Kreativkai) solle es auch im südlichen Bereich entlang des Hafenbeckens und des Kanals öffentliche Freiflächen geben.

Der neue Bebauungsplan leitet sich laut Mitteilung der Stadt aus dem "Masterplan Stadthäfen" ab. Ein wesentliches Ziel sei es, Flächen für hochwertige gewerbliche Nutzungen und Dienstleistungen zu schaffen. Die Flächen entlang des Albersloher Weges werden demnach als Standort für Verwaltungseinrichtungen und sonstige Büronutzungen bestätigt. Außerdem solle der Standort des Stadtwerke-Kraftwerkes für die zukünftige Energieversorgung der Stadt Münster gesichert werden.

Zudem, so sieht es der Entwurf vor, soll eine neue Verkehrsverbindung in Verlängerung des Hafengrenzweges zwischen den Gebieten am Stadthafen 1 und am Stadthafen 2 geschaffen werden.

Der Bebauungsplan-Entwurf wird vom 19. März bis zum 4. Mai öffentlich ausgelegt. Wegen der Osterferien sei die Offenlegungsfrist um zwei Wochen verlängert worden, heißt es. Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen in dieser Zeit im Kundenzentrum des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33, einsehen und Anregungen zur Planung abgeben (Öffnungszeiten: Mo - Mi 8 - 16 Uhr, Do 8 - 18 Uhr, Fr 8 - 13 Uhr). Online-Stellungnahmen sind unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung möglich.

Flächennutzungsplan

Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Bebauungsplans ist auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes notwendig. Der Standort des Heizkraftwerkes und die Baumarktflächen sollen als Sondergebiete ausgewiesen werden. Die Flächen für die Feuerwehr und für den Ruderverein an der Ostseite des Kanals werden als Gemeinbedarfsflächen dargestellt und die bisherigen Industriegebiete werden zu Gewerbegebieten. Der Entwurf zur 42. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Münster wird ebenfalls vom 19. März bis zum 4. Mai im Stadthaus 3 offengelegt. Informationen gibt es auch im Stadtportal.

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