Forscher, die verblüffen
Münsteraner erfolgreich beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“

Leverkusen/Münster -

Im Münsterland herrscht Forschergeist: Gleich 13 Preise im Rahmen des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ gehen in diese Region. Erfolgreich waren Jugendliche aus Münster, Ibbenbüren, Rheine, Telgte, Greven und Borken.

Mittwoch, 21.03.2018, 18:30 Uhr
Ngân-Hà Stella Lê hat ihre Arbeit in dieser Woche in Leverkusen präsentiert und wurde am Mittwochabend ausgezeichnet.
Ngân-Hà Stella Lê hat ihre Arbeit in dieser Woche in Leverkusen präsentiert und wurde am Mittwochabend ausgezeichnet. Foto: Gunnar A. Pier

Für Ngân-Hà Stella Lê vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium ist die Sache klar: Sie hat einfach die Gehirne von Ratten mit einer Flüssigkeit beträufelt, die die Kaliumionenkonzentration verändert hat, dann hat sie elektrische Reize erzeugt und gemessen, wie das Gehirn darauf reagiert. Ergebnis: Das Gehirn wurde reizbarer, was zu der These verleitet, dass die kortikale Streudepolarisation Epilepsie und Migräne begünstigen oder gar auslösen könnte.

Dritter Platz in der Rubrik Biologie

Ngân-Hà Stella Lê ist nicht etwa Neurologin auf dem Weg zum Nobelpreis, sondern eine münsterische Schülerin, die sich ziemlich tief in die Materie einer Projektarbeit reingearbeitet hat. Etwa ein Jahr hat sie sich mit den Rattengehirnen beschäftigt. Der Lohn: ein dritter Platz in der Rubrik Biologie beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“. Am Mittwochabend wurde sie in Leverkusen ausgezeichnet.

Sonderpreis Umwelt

Etwas einfacher zu verstehen ist, was sich Erik Holzhäuser und Georg Trede vom Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ausgedacht haben: Sie statten Straßenlaternen mit Sensoren aus. Die regeln nicht nur die Helligkeit nach Bedarf, sondern sorgen auch dafür, dass die Straßenlaternen nur brennen, wenn auch jemand auf der Straße ist. Das soll Strom sparen. Sie haben es ausgerechnet: Wenn die Laternen nur noch die Hälfte der Zeit mit voller Kraft leuchten, ansonsten immerhin noch mit 25 Prozent, brauchen sie am Ende 37,5 Prozent weniger Strom. Gute Idee, belohnt mit einem Sonderpreis Umwelt und einem Forschungspraktikum.

Sieger im Bereich Physik

Einem kuriosen Phänomen ist Simon Hillebrandt vom Gymnasium St. Mauritz auf die Schliche gekommen: Er hat zwei Plastikbecher aneinander geklebt und mit einem Gummiband durch den Raum geflitscht. Warum die Becher komische Kurven fliegen, hat er untersucht – Sieger im Bereich Physik.

Mikroplastik in den Rieselfeldern

Christoph Dumstorf und Lars Zeggelaar vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium haben für ihren Beitrag Gewässer in den Rieselfeldern untersucht und herausgefunden, dass sie Mikroplastik enthalten. Darauf aufbauen ließe sich nun die Untersuchung, wo die Stoffe herkommen. Für ihren Nachweis bekamen sie einen Sonderpreis.  

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