Vegetarier- und Veganer-Messe „Veggienale & FairGoods“
Leben ohne Fleisch und Plastik

Münster -

Fleisch essen? Das ist Gewöhnung und anerzogen, behauptet Björn Moschinski. Der beim Thema vegane Ernährung bekannte Koch und Autor sagte den Zuschauern: „Fleisch per se schmeckt gar nicht. Geschmack kommt durch die Verarbeitung von Gewürzen.“ Der Zubereiter brauche einen anderen „Trägerstoff“, der dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sei. Dann könne man in der Küche auf Fleisch locker verzichten.

Sonntag, 25.03.2018, 19:04 Uhr aktualisiert: 25.03.2018, 19:10 Uhr
Vegetarier- und Veganer-Messe „Veggienale & FairGoods“: Leben ohne Fleisch und Plastik
Foto: klm

Tierrechtsaktivist Moschinski empfahl in seiner Koch-Show in der Halle Münsterland Soja. Der Berliner war am Samstag Gast der Vegetarier- und Veganer-Messe „Veggienale & FairGoods“, die bis einschließlich Sonntag zum ersten Mal in Münster stattfand.

Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Etwa 80 Aussteller zeigten in der Halle Nord, wie sie ihre Herstellung und Produkte für diese Ziele ausgerichtet haben.

Etwa für milchfreie Schokolade, angeboten vom Düsseldorfer Matthias Ludwig. Ohne Milch von Kuh oder Ziege, stattdessen „mit Sojaeiweiß“ herstellt. „Sie hat den halben Zuckeranteil üblicher Schokolade, aber den vierfachen Proteingehalt. Das ist besonders interessant für Sportler“, bewarb er seine junge Firma „Pumpin Panda“, die er vor sieben Monaten gemeinsam mit seiner Frau eröffnet habe.

Ohne tierische Inhaltsstoffe

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  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm
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  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm
  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm
  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm
  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm
  • Fleischlose Ernährung, Tierschutz und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Lebensgrundmitteln standen im Mittelpunkt der Messe. Foto: klm

Vegetarische oder sogar vegane Nahrungsmittel, also gänzlich ohne tierische Inhaltsstoffe, waren ein Teilaspekt der Messe. Der Blick auf naturschonendes und global faires Wirtschaften sollte offensichtlich aber weiter gefasst werden: Es stellten sich Firmen und Verbände etwa zu Naturkosmetik und dem Thema „plastikfrei leben“ vor, ferner zu Ökostrom und Elektromobilität.

„Ist meine Bank ein Klima-Killer?“ war eine provokante Frage am Stand des Vereins „Urgewald“ aus dem Kreis Warendorf. „Wir informieren Besucher, wie Banken Geld anlegen und Renditen erzielen. Investiert eine Bank in Rüstungsgeschäfte oder in Projekte, die dem Tropenwald schaden?“, gab die Ehrenamtliche Tanja Laser Beispiele. Bundesweit seien „um die 1700 Personen“ Mitglieder des Vereins. Er finanziere sich durch Spenden.

Präsent waren sind in vielerlei Hinsicht die Themen Tierschutz und Tierrechte. Am Stand der „V-Partei“, der „Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer“ etwa war zu erfahren, dass sich vor wenigen Wochen auch in Münster eine Ortsgruppe gegründet habe.

An einer Wand hatte der Veranstalter, die Agentur „Ecoventa“ aus Berlin, eine „Job- und Praktikabörse“ mit themenrelevanten Angeboten aus verschiedenen Teilen Deutschlands angebracht. Die Agentur veranstaltet die Messe in mehreren größeren Städten. In Münster sollen laut Kassenüberblick rund 4200 Besucher da gewesen sein.  

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