Landwirte stellen Nistkästen auf
Platz für den Piepmatz

Münster -

Den Lebensraum für Singvögel attraktiver zu gestalten, das ist ein Ziel der münsterischen Landwirte. Dafür stellen sie unter anderem Nistkästen auf.

Donnerstag, 05.04.2018, 12:00 Uhr
Auch die Blaumeise kann von der Aktion der münsterischen Landwirte profitieren.
Auch die Blaumeise kann von der Aktion der münsterischen Landwirte profitieren. Foto: Bojan Bencic

Die heimischen Singvögel sorgen mit ihrem Gezwitscher in diesen Tagen nicht nur für ein unverwechselbares Konzert, das man vielerorts hört, sie haben auch einen unverzichtbaren Nutzen für den Naturkreislauf, heißt es in einer Pressemitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

Aber: Die Bestände vieler Arten sind in den letzten Jahren zurückgegangen und die Fülle und Vielfalt der Arten an Haus und Hof hat sich verringert. Dieser Entwicklung wirken die münsterischen Landwirte durch das gezielte Einbringen von Nahrungs- und Nistmöglichkeiten entgegen und wirken so daran mit, den Lebensraum für Singvögel attraktiver zu gestalten.

30 Landwirte in Münster haben dazu jetzt die Initiative ergriffen – durch das Pflanzen beerenreicher Sträucher an ihren Höfen, das Anbringen von Nistkästen und in Kürze durch die Aussaat einer blütenreichen, mehrjährigen Mischung auf ihren Feldern, die den Singvögeln eine abwechslungsreiche Nahrung bietet.

Maßnahmen für Artenschutz

„Der Frühling kann kommen, für Nahrung und Nistplatz haben wir durch das Projekt ‚Platz für den Piepmatz‘ gesorgt. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Schutz unserer heimischen Singvögel. Hier arbeiten Naturschutz und Landwirtschaft wieder einmal Hand in Hand“, freut sich Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster, über die Maßnahmen für den Artenschutz.

„Der Einsatz der Vogelschutzpakete mit Nistplätzen, Sträuchern und Blühmischungen sorgt dafür, dass die Landschaft für die Singvögel attraktiver wird. Wir freuen uns, dass unser Projekt bei den Münsteraner Landwirten großen Anklang gefunden hat und zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Da es sich um ein nützliches Naturschutzprojekt handelt, hat die Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost dieses sehr gerne unterstützt“, sagt Wolfgang Ganser von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft.

Diese Tiere leben im Stadtgebiet von Münster

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    Foto: dpa
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    Foto: Martin Kalitschke
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  • ...sowie Waschbären leben in Münster.

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