Biologen der Uni untersuchen Vegetation in Dünen
Invasive Arten stören das Ökosystem

münster -

Eingebürgerte Pflanzen können die einheimischen Ökosysteme gefährden. Einer solchen invasiven Art waren nun Forscher der Uni Münster auf der Spur.

Mittwoch, 04.04.2018, 22:00 Uhr
Wissenschaftler der Uni Münster bei der Untersuchung der Dünen-Vegetation in Portugal.
Wissenschaftler der Uni Münster bei der Untersuchung der Dünen-Vegetation in Portugal. Foto: WWU

Die Akazie in Portugal ist ein Paradebeispiel dafür, dass eine eingebürgerte Pflanze die einheimischen Ökosysteme erheblich gefährden kann: Im 20. Jahrhundert wurde die aus Australien stammende langblättrige Akazie zur Befestigung von Sanddünen angepflanzt. Seither breitet sich der gelb blühende Strauch als sogenannte invasive Art massiv aus und beeinflusst den Wasser- und Nährstoff-Haushalt zu Ungunsten einheimischer Pflanzen.

Wissenschaftlern der Universitäten Münster, Hamburg, Freiburg und Bielefeld ist es nun erstmals gelungen, den gesamten Akazienbestand in einem mediterranen Dünen-Ökosystem und die damit einhergehenden Veränderungen des Nährstoffgehalts mit hoher Genauigkeit zu kartieren. Dazu nutzte das Team hoch aufgelöste Flugzeug-Sensordaten, berichtet die Uni Münster in einer Pressemitteilung. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Remote Sensing of Environment“ veröffentlicht.

„Die langblättrige Akazie verändert sehr sensible und artenreiche Dünen-Ökosysteme im Südwesten Portugals grundlegend“, unterstreicht Landschaftsökologe Dr. André Große-Stoltenberg von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), Erstautor der Studie.

Die Studie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der European Facility for Airborne Research und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt.

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