Nach der Amokfahrt in Münster
Noch vier Opfer in Lebensgefahr

Münster -

Eine gute Nachricht gab es am Dienstag nach der Amokfahrt am vergangenen Samstag: Eines der im Universitätsklinikum (UKM) behandelten Opfer, das noch am Montag in Lebensgefahr schwebte, „ist über den Berg“. Das sagt Marion Zahr, Sprecherin des UKM.

Dienstag, 10.04.2018, 17:30 Uhr
Eine Mitarbeiterin des Clemenshospitals wartete am Samstag nach der Amokfahrt vor der Notaufnahme auf Rettungswagen.
Eine Mitarbeiterin des Clemenshospitals wartete am Samstag nach der Amokfahrt vor der Notaufnahme auf Rettungswagen. Foto: Karin Völker

Für zwei andere Patienten, die nach der Schreckens-Tat am Kiepenkerl mit schwersten Verletzungen in die Bettentürme gebracht wurden, gilt dies leider nicht. Sie ringen weiter mit dem Tod.

Gleiches gilt für zwei Opfer der Amokfahrt, die ins Clemenshospital gebracht wurden und dort seither auf der Intensivstation liegen. „Eines der Opfer musste in der Nacht zum Dienstag noch einmal nachoperiert werden“, berichtet Michael Bührke, Sprecher des Clemenshospitals und der Raphalelsklinik. Die beiden Patienten im Clemenshospitall seien in einigermaßen stabilen Zustand, aber die Ärzte könnten noch nicht sagen, dass die Lebensgefahr abgewendet sei. Die vielfältigen Verletzungen seien sehr schwer.

Nach der Amokfahrt in Münster

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  • Blumen werden am Tatort niedergelegt, Kerzen angezündet: Ein Mann war am 07.04. mit einem Kleintransporter vor der Gaststätte «Großer Kiepenkerl» in der Altstadt in eine Gruppe von Menschen gerast und hat zwei von ihnen getötet.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, läuft am Sonntagvormittag zum Tatort.

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: dpa
  • Der Täter steuerte nach vorliegenden Informationen den Platz, der dann zum Tatort wurde, über  die Straßenachse Bogenstraße/Spiekerhof an. Normalerweise ist eine Zufahrt von dieser Seite aber nicht möglich, da Poller die Zufahrt versperren.

    Erreichbar ist der Platz am Kiepenkerl sowie die benachbarte Straße „Wegesende“ nur über eine kleine Stichstraße, die zwischen der  Apostelkirche und dem Eiscafé Macellum verläuft. Diese Stichstraße ist derzeit wegen Bauarbeiten aber gesperrt. Ersatzweise wurde der Platz am Kiepenkerldenkmal nach Süden, also zum Spiekerhof hin geöffnet.

    Foto: dpa
  • Ein Moment absoluter Stille.

    Foto: Oliver Werner
  • Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

    Foto: dpa
  • Nationale und internationale Medien sind versammelt, um die Stellungnahmen der Politiker aufzunehmen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Minister tragen sich ins Kondolenzbuch ein.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
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  • Ein Moment absoluter Stille. Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

    Foto: dpa
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  • Auf fast allen Fußballplätzen in Münster fand am Sonntag eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom Samstag statt. Mehrere Mannschaften, wie etwa Westfalenligist 1. FC Gievenbeck, trugen einen Trauerflor. auf dem Bild sind die Kicker von Westfalia Kinderhaus vor der Partie gegen den TuS Recke am Anstoßkreis zu sehen. 

    Foto: Thomas Rellmann
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  • Maria Dickmann: Ich habe heute die Stille in der Lamber-tikirche gesucht und Kerzen aufgestellt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Hermann-Josef Danicki: Man darf nicht immer im Bewusst-sein haben, woher wohl das nächste Auto kommt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Johanna Markmann: Ich bin das erste Mal seit Samstag in der Stadt. Es ist ein mulmiges Gefühl.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Ali Zandi: Wenn ich mit dem Taxi dort vorbeifahre, werde ich immer daran denken.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Gemischte Gefühle hat Dr. Rainer Zirbeck bei seiner Kaffeepause vor einem Café am Drubbel.

    Foto: Gabriele Hillmoth

Einem weiteren Opfer, das noch in der Raphaelsklinik behandelt wird, geht es nach Bührkes Aussagen inzwischen besser: „Nach einer Operation am Arm geht es aufwärts.“

Im UKM werden derzeit außer den drei Schwerstverletzten noch vier weitere Patienten stationär behandelt, die nun zum Glück auf dem Weg der Besserung seien, erklärt UKM-Sprecherin Zahr.

Den Krankenhäusern ist es sehr wichtig, die Privatsphäre der Verletzten zu schützen, sie geben keine Details über die Betroffenen preis, weder Alter noch Geschlecht. Das UKM erklärte lediglich, die jetzt noch stationär Behandelten kämen aus Münster, Vechta, Hamm und den Niederlanden. Die Polizei ist in den Krankenhäusern bei den Patienten weiter präsent, Beamte passen auf, dass sich ihnen keine Fremden nähern.

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