Schließung von Wasserwerken
RP genehmigt Münsters Konzept

Münster -

Unter anderen Umständen wäre es eine „normale“ Nachricht gewesen, so aber ist es ein Politikum: Die Bezirksregierung Münster hat mit Datum vom 5. April das von der Stadt Münster eingereichte Wasserversorgungskonzept genehmigt. Das teilte Münsters Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck am Dienstagabend im Umweltausschuss mit.

Dienstag, 10.04.2018, 22:25 Uhr aktualisiert: 10.04.2018, 22:30 Uhr
Die Stadtwerke möchten das Wasserwerk Vennheide schließen. Dem Ziel sind sie jetzt etwas näher gekommen.
Die Stadtwerke möchten das Wasserwerk Vennheide schließen. Dem Ziel sind sie jetzt etwas näher gekommen. Foto: hpe

Die Genehmigung sei ohne Einschränkungen, Anmerkungen oder Auflagen erfolgt, wie Peck hinzufügte.

Stadtwerke geben zwei Wasserwerke auf

Mit dieser Genehmigung sind die Stadt Münster und die Stadtwerke jetzt einen Schritt weiter, das sogenannte Dipol-Konzept umzusetzen. Konkret bedeutet dies, dass die Stadtwerke Münster zwei der bislang vier Wasserwerke in Münster aufgeben und die Trinkwassergewinnung auf die Standorte Hiltrup und Hornheide beschränken, derweil die Wasserwerke Vennheide und Kinderhaus wegfallen.

Stadt kann zur Tat schreiten

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Rat über diesen – in der Öffentlichkeit umstrittenen – Weg diskutiert, eine endgültige Beschlussfassung aber bis zu dem Zeitpunkt vertagt, an dem die Bezirksregierung das Versorgungskonzept absegnet. Mit anderen Worten: Die Stadt Münster kann jetzt zur Tat schreiten.

Das Dipol-Konzept sieht unter anderem vor, dass künftig noch mehr Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal gewonnen wird. Bislang liegt die Quote bei 55 Prozent.

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