Do., 12.04.2018

Stadion-Pläne des SC Preußen für Bösensell „Keine Vorfestlegung oder Entscheidungen“

Bürgermeister Täger: Noch keine Vorfestlegungen getroffen.

Bürgermeister Täger: Noch keine Vorfestlegungen getroffen. Foto: sff

Senden - 

Sendens Bürgermeister Sebastian Täger unterstreicht, dass sich Verwaltung und Politik bei der Stadionfrage noch nicht positioniert haben. Die Abwägung und Entscheidungsfindung könne erst beginnen, wenn alle relevanten Fakten auf dem Tisch liegen. Bisher gebe es nur Absichtserklärungen und vage Informationen seitens des SCP.

Der SC Preußen blickt erwartungsvoll nach Bösensell. Ob dort aber tatsächlich ein Stadion entsteht, ist noch absolut offen. Das betont Bürgermeister Sebastian Täger in einer Pressemitteilung. Darin stellt er ausdrücklich klar, dass es „aktuell keinerlei neuen Erkenntnisse und erst recht keine Entscheidungen oder Vorfestlegungen zu diesem komplexen Thema gibt“.

Bürgermeister warnt vor „vielen Spekulationen“

Die Pläne des SCP, die viele Bürger umtreiben und Thema von Berichterstattung sind, sorgten auch für „viele Spekulationen“, bedauert der Leiter der Kommunalverwaltung. Täger ergänzt, dass derzeit auch „keine Grundstücksverhandlungen geführt werden, da zunächst wichtige Vorprüfungen erfolgen müssen“.

Wie die WN bereits berichteten, sei mit den Fraktionsvorsitzenden der Sendener Parteien lediglich verabredet worden, „dass ich mit dem Verein und der Stadt Münster erste Sondierungsgespräche über einen möglichen Stadionneubau in Kombination mit der Errichtung eines interkommunalen Gewerbegebietes am Standort in Senden-Bösensell führen soll“, hebt der Bürgermeister hervor, der zuvor eine „positive Grundhaltung“ bei der Prüfung bekundet hatte.

Irritationen löste in Politik und Verwaltung besonders die Einschätzung von Christoph Strässer (WN, 7. April) aus, dass es aus den Sendener Ratsfraktionen bereits positive Signale gebe. Er könne das „nicht nachvollziehen“, unterstreicht Täger.

Entscheidungsfindung in Politik steht noch aus

Die Abwägung und Entscheidungsfindung in den Parteien sei noch nicht einmal richtig aufgenommen worden, bekräftigt der Bürgermeister weiter. Denn diese könne erst beginnen, wenn alle entscheidungsrelevanten Fakten sowie Vor- und Nachteile für ein solches Projekt auf dem Tisch liegen.

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Die noch ausstehende politische Entscheidungsfindung schließt natürlich eine vorherige und umfassende Bürgerbeteiligung mit ein.

Bürgermeister Sebastian Täger

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Sollte das Vorhaben insgesamt positiv erscheinen, werde die Bevölkerung mit ins Boot genommen: „Die noch ausstehende politische Entscheidungsfindung schließt natürlich eine vorherige und umfassende Bürgerbeteiligung mit ein, für die ich mich ausdrücklich ausspreche“, so Täger.

Dass die Politik sich in Ruhe ein Bild machen und sich „nicht vor den Karren spannen lassen will“, hatten die Grünen bereits betont (WN, 10. April). Es gebe keine Signale der Fraktionen, sondern vielmehr bestehe nur insoweit Einigkeit, dass keine der Parteien das Stadion-Projekt sofort abgelehnt habe.

Dass Strässer gegenüber den WN die Haltung in Senden insgesamt als überaus freundlich und gewogen beschrieben hat, könnte auch daran liegen, dass der SCP mit seinen Plänen in seiner Heimatstadt insgesamt auf spürbare Skepsis stieß, so Beobachter.



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