Fr., 13.04.2018

Hafenentwicklung Urteil zum Hafencenter beunruhigt Investoren

So soll das Hafencenter aussehen. Nach dem negativen Urteil des Oberverwaltungsgerichts stellen sich viele Fragen am Hafen.

So soll das Hafencenter aussehen. Nach dem negativen Urteil des Oberverwaltungsgerichts stellen sich viele Fragen am Hafen. Foto: Preckel

Münster - 

Die Verkehrsprobleme, die im Zusammenhang mit dem Hafencenter jetzt juristisch aufgearbeitet wurden, betreffen das ganze Hafenviertel.

Von Klaus Baumeister

Öffentlich spricht es niemand an. Aber hinter den Kulissen wird bereits heftig über die Frage diskutiert, ob das negative Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zum Hafencenter auch negative Auswirkungen auf die weiteren Planungen am Hafen – näherhin für das alte Osmo-Gelände – habe.

Bekanntlich wollen dort die LVM-Versicherung, der Investor Josef Kuhr sowie beiden Architekten Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing jeweils Millionenprojekte realisieren. Bei Ersteren geht es um gewerbliche Nutzungen, bei Letzteren um über 400 Wohnungen.

Die gravierenden Verkehrsprobleme, bei denen die OVG-Richter am Donnerstag in der mehrstündigen Anhörung die Finger in die Wunde gelegt haben, gelten auch für die Projekte au der Osmo-Brachfläche. Möglicherweise sogar noch mehr, denn die (gesperrte) Theodor-Scheiwe-Straße, die im jetzt beendeten Gerichtsverfahren eine zentrale Rolle spielte, ist vom Hafencenter weiter weg als von den geplanten Gebäuden auf dem alten Osmo-Gelände.

Nicht ohne Grund wies der Kläger-Anwalt Philipp Heinz darauf hin, dass sich der Hansaring am Limit bewege und deshalb der Spielraum für neue, Verkehr auslösende Neuansiedlungen denkbar gering sei. Die Haupterschließung des Osmo-Areals soll über die Schillerstraße und den Hansaring erfolgen.



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