Interview mit Bischof Genn und ZdK-Präsident Sternberg
Gespräch zum 101 Katholikentag: Hoffen auf Friedenssignale

Münster -

In zweieinhalb Wochen ist Münster Schauplatz des 101. Deutschen Katholikentags. In einem Gespräch mit unseren Redaktionsmitgliedern Johannes Loy, Elmar Ries und Gunnar A. Pier erläuterten ZdK-Präsident Prof. Thomas Sternberg und Bischof Felix Genn ihre Erwartungen und nahmen auch Stellung zur aktuellen Situation der Kirche in Deutschland, in den Bistümern und Gemeinden.

Sonntag, 22.04.2018, 15:24 Uhr
Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, beim Interview im Bischofshaus am Domplatz in Münster.
Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, beim Interview im Bischofshaus am Domplatz in Münster. Foto: Gunnar A. Pier

Nach dem Amokanschlag in Münster: Liegt nun ein Schleier der Angst über dem Katholikentag?

Felix Genn: Ich habe schon vor der Amokfahrt in Münster gesagt, dass Menschen dafür beten sollen, dass der Katholikentag ohne Terror und Gewalt über die Bühne gehen möge. Ich werde nach dem Vorfall durch die vielen ermutigt, die sagen: Dadurch lassen wir uns nicht entmutigen und die Freude verderben.

Thomas Sternberg: Die Amokfahrt wird sicher ein Thema sein. So wie generell die Frage nach der Sicherheit. Wir haben aber hier in Münster ein ausgefeiltes Sicherheitssystem. Ich bin erleichtert, dass nach der Amokfahrt schnell klar war, dass Münster nicht im Fokus des internationalen Terrorismus steht. Absolute Sicherheit kann es nicht geben...

Was erhoffen sie sich persönlich von dem Treffen in Münster?

Sternberg: Wir sollten den Begriff des Friedens in Münster breit auffächern. Es geht um den Weltfrieden, den Frieden untereinander, den Frieden mit Gott. Von Münster sollte das Signal ausgehen, dass wir uns den einfachen Botschaften dieser Tage widersetzen. Wir dürfen nicht wieder in Nationalismen zurückfallen, wir müssen die eine Welt im Blick behalten. Wir Katholiken in Deutschland sollten wieder neu erkennen, dass wir gemeinsam Kirche sind.

Genn: Am meisten freue ich mich auf gute Begegnungen mit den Teilnehmern des Katholikentags. Zugleich setze ich auf eine innere Nachhaltigkeit des großen Treffens, damit es nicht ein punktuelles Event bleibt. Der Katholikentag sollte uns wieder dafür sensibilisieren, dass auch der einzelne Bürger global vernetzt ist. Wir können gemeinsam darauf hinweisen und hinwirken, dass Gewalt und Krieg keine Wege sind, diese Welt voranzubringen.

Hier und da war das Verhältnis zwischen ZdK und den Deutschen Bischöfen früher angespannt. Gerade nach dem Ausstieg aus der Schwangerschaftskonfliktberatung. Jetzt scheint es zu einer neuen Annäherung zu kommen…

Genn: Gerade die Zusammenarbeit in der Vorbereitung des Katholikentags ist ein Zeugnis dafür, dass wir selbst bei Meinungsverschiedenheiten zusammenfinden.

Sternberg: Die Menschen werden wir nicht dadurch überzeugen, dass wir uns als Kirche zerstritten darstellen, sondern dass wir gemeinsam leben, beten und arbeiten. Auch in der Frage des Werbeverbots für Abtreibungen sprechen wir als ZdK und Bischofskonferenz mit einer Stimme.

Vorstellung des Programms für den Katholikentag 2018 in Münster

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  • Münsters Bischof Felix Genn und Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, stellten am Montag das Programm für den Katholikentag 2018 in Münster vor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Medienauflauf war groß bei der Pressekonferenz im Landesmuseum.

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  • Die Veranstaltungen folgen dem Thema "Suche Frieden".

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  • Der Medienauflauf war groß bei der Pressekonferenz im Landesmuseum.

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  • Bischof Felix Genn

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  • Dr. Thomas Sternberg

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  • Theodor Bolzenius, Pressesprecher des Katholikentags
    und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

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Wie hat man es denn zu bewerten, dass einige Bischöfe bei der Frage der Zulassung konfessionsverschiedener Ehepartner zur Eucharistie eher zurückhaltend sind und in Rom nachfragen?

Genn: Die Handreichung die wir in der Bischofskonferenz verabschiedet haben, will für den konkreten Fall der konfessionsverschiedenen Ehe eine Hilfestellung geben und eine größere Klarheit und Sicherheit für die Seelsorger und die Eheleute schaffen. Aktuell werden noch letzte Änderungen in das Dokument eingearbeitet.

Sternberg: Ich bin froh, dass es eine Handreichung der Deutschen Bischöfe gibt. Der Brief der sieben Bischöfe ist unglücklich. Zumal er Fragen aufwirft, die pastoral in den Gemeinden vor Ort doch schon längst gelöst sind.

Die Kirchengemeinden werden größer, der Mangel an Priestern nimmt zu. Nun gibt es ein neues Bischofswort, das einen Kulturwandel im Bistum Münster anregt und auf neue Formen der Gemeindeleitung setzt...

Genn: Wir haben gerade im Priesterrat darüber gesprochen. Mit den von uns gesetzten Rahmenbedingungen tut sich ein weites Feld des Miteinanders auf. Es ist das Ziel, Gemeinden nicht aufzulösen, sondern lebendige Zellen vor Ort zu schaffen. Unter der Leitung eines Pfarrers kann es dort viele Formen von Mitverantwortung und delegierter Leitung geben.

Sternberg: Ich kann für mich sagen, dass aus meiner Sicht das Problem des Priestermangels das größte in der Kirche in Deutschland ist. Wir werden uns darüber Gedanken machen müssen, wie wir Gemeindeleitung neu definieren. Wir werden sehr viel stärker dazu kommen, dass es Laien gibt, die letztverantwortlich agieren. Das verlangt ein neues Kirchenbild.

Katholikentag 2018: Highlights des Programms

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  • Auf dem Domplatz finden während des 101. Katholikentags in Münster mehrere Großveranstaltungen statt.

    Vom 9. bis 13. Mai 2018 feiern Zehntausende Menschen den 101. Katholikentag in Münster. Das breit gefächerte Programm bietet insgesamt mehr als 1000 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Gottesdienste, Diskussionen und Vorträge. Aber auch zahlreiche Events aus den Sparten Kabarett, Theater, Literatur, Film und Ausstellungen gehören zum Programm. Es folgt eine Auswahl einiger Höhepunkte.

    Foto: dpa
  • Eröffnung des 101. Deutschen Katholikentags

    Eröffnung des 101. Deutschen Katholikentags

    Mittwoch, 9. Mai, Domplatz/Altstadt, 17:45 Uhr: Der 101. Deutschen Katholikentags wird mitunter von Bischof Felix Genn, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auf dem Domplatz feierlich eröffnet. Entsprechendes Vor- und Nachprogramm runden die Eröffnungsfeier ab. Im Anschluss stellt sich beim Abend der Begegnung auf unterschiedlichen Plätzen (Domplatz, Petrikirche, Überwasserkirchplatz, Rathausinnenhof, Platz an der Dominikanerkirche, Lambertikirchplatz) in der Innenstadt das gastgebende Bistum Münster mit Kunst, Kultur und kulinarischen Spezialitäten vor.

    Foto: dpa
  • Eucharistiefeier zu Christi Himmelfahrt

    Eucharistiefeier zu Christi Himmelfahrt 

    Donnerstag, 10. Mai, Schlossplatz, 10 Uhr:  Die Feier auf der Bühne vor dem Schloss steht unter dem Motto „Himmelwärts und ausgesandt ...“. Musikalisch wird der Großgottesdienst von zahlreichen Chören begleitet. Im Anschluss findet eine Eucharistiefeier speziell für Familien mit Kindern statt.

    Foto: Colourbox.de
  • Kirchenmeile

    Kirchenmeile

    Donnerstag, 10. Mai bis Sonntag, 13. Mai, Schlossplatz: Auf der Kirchenmeile präsentieren sich mitunter Verbände, kirchliche Institutionen und Initiativen mit 350 Ständen und bieten die Möglichkeit zum Austausch.  Zur Kirchenmeile gehört auch ein Programm, das durch Aushänge an den Bühnen veröffentlicht wird.

    Foto: Karin Völker
  • Prof. Monika Grütters MdB

    Filmprogramm zum Katholikentag

    Cineplex Münster, Donnerstag, 10 Mai, 14 Uhr bis Samstag, 12 Mai, 15:30 Uhr: Unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters laufen vom 10. bis 12. Mai im Cineplex anlässlich des Katholikentages Filme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in denen sich das Motto „Suche Frieden“ auf unterschiedliche Weise widerspiegelt. Weitere Informationen zum Filmprogramm finden Sie hier .

    Die Kulturstaatsministerin aus Münster wird auch am Katholikentag teilnehmen und u.a. mit Kulturschaffenden in einem Großen Podium über die Faszination von Gewalt und Schrecken in der Kunst sprechen. Gesprächspartner sind Barbara Bily, Leitende Schauspieldramaturgin des Theaters Münster, Detlev Buck, Filmregisseur und Schauspieler,Hannah O'Brien (Hannelore Hippe), Krimiautorin und Journalistin, Prof. Kasper König, künstlerischer Leiter der Skulptur Projekte Münster, Prof. Dr. Hubert Wolf, Kirchenhistoriker. Die Podiumsdiskussion findet am 10. Mai (Donnerstag) im Theater Münster, Kleines Haus, Neubrückenstraße 63 um 16.30 Uhr statt.

  • Podiumsdiskussionen

    Podiumdiskussionen

    Positionen prallen aufeinander, laute wie leise Töne zu Reizthemen und gesellschaftlichen Entwicklungen bekommen eine große Bühne: Podiumsdiskussionen gehören immer zu den Programmpfeilern. In Münster finden sie überwiegend in der Halle Münsterland, aber auch in vielen großen Hörsälen der Universität, beispielsweise im Fürstenberghaus am Domplatz, statt. Zu den Podiumsdiskussionen in der Halle Münsterland kommen auch prominente Politiker, zum Beispiel am

    Donnerstag, 10. Mai, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland, 14 Uhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem großen Podium über „Frieden durch internationale Kooperation - als Antwort auf neue Nationalismen“ und um 16:30 Uhr Juan Manuel Santos, kolumbianischer Staatspräsident, auf dem großen Podium zu „Frieden und Versöhnung sind möglich. Das Beispiel Kolumbien.“

    Foto: dpa
  • Gänsehaut garantiert beim XXL-Rudelsingen

    Konzert “Peace for the World”

    Donnerstag, 10. Mai, Domplatz, 16 Uhr, Konzert "Peace for the World": Gänsehaut-Feeling verspricht das gigantische Rudelsingen mit 4300 Sängerinnen und Sängern aus  138 Chören. Das Begegnungskonzert der kirchlichen Chöre des Bistums Münster steht beispielhaft für den besonderen Münsteraner Schwerpunkt der Chormusik, sagte Prof. Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur des Katholikentags und früherer Leiter der Westfälischen Schule für Musik, anlässlich der Vorstellung des Kulturprogramms.

    Foto: dpa
  • Konzert: Arab Jewish Orchestra 

    Donnerstag, 10. Mai, Aaseeterrassen, 20 Uhr: "Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, unter dem Stichwort „Modell für ein friedliches Zusammenleben“, das Arab Jewish Orchestra aus Israel in Kooperation mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur zum Katholikentag einzuladen. Im gemeinsamen Musizieren leben die jungen jüdischen und arabischen Musikerinnen und Musiker ihre Vision eines friedlichen Miteinanders in einer unfriedlichen Region", sagte Prof. Ulrich Rademacher, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur des Katholikentags und früherer Leiter der Westfälischen Schule für Musik, anlässlich der Vorstellung des Kulturprogramms. Das Konzert findet am 10. Mai (Donnerstag) um 20 Uhr auf der Seebühne an den Aaseeterrassen an der Annette-Allee statt.

  • Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel 

    Freitag, 11. Mai, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland, 11 Uhr: Diskussion mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über „Deutschland in einer veränderten Weltlage. Wie umgehen mit Konfliktherden und aggressiven Regimes?“

    Foto: dpa
  • Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker

    Katholikentag diskutiert über Antisemitismus

    Freitag, 11. Mai, Hörsaalgebäude "H1", 11 Uhr: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird beim Katholikentag in Münster auf dem Podium zum Thema "Keine Toleranz gegen Intoleranz! Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit" mitwirken. Sie diskutiert dabei mit Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, dem Historiker und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz, dem Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr, und Awa Yavari, pädagogische Fachkraft in der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Mit der Veranstaltung reagiert der Katholikentag auf die jüngsten gewalttätigen Übergriffe auf Menschen jüdischen Glaubens und die daraus folgende Antisemitismusdebatte in Deutschland.

  • Zentraler Ökumenischer Gottesdienst

    Freitag, 11. Mai, Domplatz, 18 Uhr: Der zentrale ökumenische Gottesdienst am Freitag ist einer der drei großen Katholikentags-Gottesdienste und steht unter dem Motto "Gott behütet all seine Glieder". Die Predigt kommt von der Erzbischöfin Antje Jackelén (Schweden), ein musikalisches Highlight wird der Auftritt der Popmusikerin Judy Bailey.

  • "Wunder wirken Wunder" mit Dr. Eckard Hirschhausen

    "Wunder wirken Wunder" mit Dr. Eckard Hirschhausen

    Freitag, 11. Mai, Halle Münsterland, 20 Uhr: Ein Abend über die Heilkraft von Musik, Humor und Glauben: Mit viel Humor entdeckt Dr. Eckart von Hirschhausen Wundermittel im Alltag. Jesus konnte Wasser in Wein verwandeln. Aber ist es nicht mindestens ebenso erstaunlich, dass der menschliche Körper in der Lage ist, über Nacht aus Wein wieder Wasser zu machen? Der Auftritt am 11. Mai (Freitag) um 20 Uhr in der MCC Halle Münsterland ist einer von 35 Kabarett-Acts beim Katholikentag. 

  • Jazz-Konzert 

    Freitag, 11. Mai, Jovel, 20 Uhr: Für Jazzfreunde ist das Konzert des Trio Ivoire mit der in Frankreich lebenden Sängerin Dobet Gnahoré eine besondere Empfehlung. Der herausragende Jazzpianist und Komponist Hans Lüdemann hat dem Programmheft zufolge als Wanderer zwischen den Musikwelten eine ganz eigenständige Musiksprache entwickelt. Dieses Konzert schafft musikalisch einen Brückenschlag zwischen Europa und Afrika. Es findet statt in der Jovel Music Hall am Albersloher Weg 54. Beginn ist am 11. Mai (Freitag) um 20 Uhr. 

  • Friedenswallfahrt nach Telgte

    Friedenswallfahrt nach Telgte

    Samstag, 12. Mai, NRW Bank, Vorplatz, Friedrichstraße 1, 9 Uhr: Alle, die sich am Samstag an der frischen Luft bewegen möchten und eine Auszeit von dem Trubel in der Innenstadt brauchen, sollten sich um 9 Uhr am Treffpunkt zur Fußwallfahrt nach Telgte einfinden. "Die Wallfahrt nach Telgte ist eine Möglichkeit, sich auf den Weg zu machen und auf diesem Weg als glaubende, hoffende und betende Menschen Gemeinschaft zu erleben", heißt es auf der Seite des Katholikentags. Die Strecke ist 12 Kilometer lang, die Rückreise erfolgt mit dem Bus. Es ist die einzige Wallfahrt im Programm des Katholikentags. 

    Foto: (Archivbild) Röttig/Große Hüttmann
  • Suche Frieden... Finde EUROPA!

    Suche Frieden... Finde EUROPA!

    Samstag, 12. Mai, Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, ab 9:30 Uhr: Hintergründe, Kontroversen und Spiele zum Thema Europa: Bei Tischgesprächen mit Experten und Abgeordneten im Europacafé über aktuelle Fragen der EU diskutieren, Europa bei Mitmachaktionen und Spielen erleben.

    Foto: Katholikentag
  • 1000 Stimmen für den Frieden

    1000 Stimmen für den Frieden

    Samstag, 12. Mai, Aaseeterrassen, 14 Uhr:  Begegnungskonzerte der Kinder- und Jugendchöre im Bistum Münster. Im Anschluss, um 16 Uhr, wird es ein offenes Singen rund um die Aaseeterrassen geben.

    Foto: (Archivbild) dpa
  • Autor Hanns-Josef Ortheil liest beim Katholikentag aus seinem Roman "Die Erfindung des Lebens".

    Literaturprogramm

    Samstag, 12. Mai, Fürstenberghaus, 20 Uhr: Die Auseinandersetzung mit dem Leitwort ist im Literaturprogramm - insgesamt aus zehn Veranstaltungen bestehend - ist unschwer zu erkennen. Es werden verschiedene Autoren und Autorinnen aus dem „Writers in Exile-Programms“ des PEN zu Gast sein. Die Suche nach dem Frieden mit dem eigenen Leben wird sicher zur Sprache kommen im Gespräch mit Hanns-Josef Ortheil, der am 12. Mai (Samstag) um 20 Uhr im F1 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22 aus seinem Roman „Die Erfindung des Lebens“ lesen wird.

  • Potpourri von Orgelkonzerten

    Samstag, 12. Mai, 20 Uhr, Kirche St. Joseph: Das Orgelprogramm des Katholikentags 2018 umfasst 17 Konzerte. Hier wird beispielsweise der international bekannte Stummfilmexperte Thorsten Maus aus Recklinghausen an der Orgel von St. Joseph zu erleben sein mit einer Interpretation des Films „Faust“. Die filmisch-musikalische Auseinandersetzung findet am 12. Mai (Samstag) um 20 Uhr in der Kirche St. Joseph, Sankt-Josefs-Kirchplatz 11, statt.

  • Veranstaltungen des Katholikentags finden auch im Borchert-Theater statt.

    Theater

    Zehn Theaterstücke werden im Rahmen des Kirchentages aufgeführt. In ungewöhnlichem Ambiente, nämlich in der Unterführung am Schlossplatz, soll das Stück "Nathan der Weise" aufgeführt werden (Donnerstag, 10. Mai, 16 Uhr). Die Frage, welche Religion er für die wahre halte, beantwortet Nathan mit dem Gleichnis der Ringparabel - bis heute ein Schlüsseltext der Aufklärung und pointierte Verdichtung der Toleranzidee, heißt es in der Programmbeschreibung. Im Wolfgang-Borchert-Theater läuft am 12. Mai (Samstag) um 20 Uhr das Stück "Das Bild vom Feind" der Berliner Compagnie. Das Stück geht dem Ukraine-Konflikt nach und gibt dabei unterschiedlichen Interessen Raum: dem Wunsch der Ukrainer nach Selbstbestimmung, geopolitischen Interessen, den Sorgen Russlands angesichts der NATO-Osterweiterung.

  • Gipfel der Ausstellungen

    Ausstellung "Frieden. Von der Antike bis heute"

    28. April bis 2. September 2018, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Kunstmuseum Pablo Picasso, Archäologischen Museum der Universität Münster, Stadtmuseum Münster: Unter den insgesamt zehn Ausstellungen ragt als prominentes Projekt die Ausstellung der vier Kulturinstitutionen der Stadt Münster „Frieden. Von der Antike bis heute“ heraus, die aus Anlass des Katholikentags Teilnehmern zugänglich sein wird. Während des Katholikentags werden zahlreiche Sonderführungen für Kinder und Erwachsene angeboten. Die Sonderöffnungszeiten während des Katholikentags sind von 10 bis 22 Uhr. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stars kommen zum Fest am Dom

    Stars kommen zum Fest am Dom

    Samstag, 12. Mai, Domplatz/Altstadt, 19 Uhr: Am letzten Abend wird gefeiert: Am Samstag (19 bis 22 Uhr) präsentiert sich der Katholikentag auf dem Domplatz als große Strehlenfete (Masematte, Straßenfest) mit Picknick und Unterhaltung. Auf acht Bühnen und in den Straßen der Stadt spielen zahlreiche Künstler, darunter auch Götz Alsmann. 

  • Hauptgottesdienst „... hinaus in alle Welt“

    Hauptgottesdienst „... hinaus in alle Welt“

    Sonntag, 13. Mai, Schlossplatz, 10 Uhr: Am Sonntag endet der Katholikentag in Münster mit einem Abschlussgottesdienst unter der Leitung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf dem Schlossplatz. Mit dabei: das TanzTheater und das Sinfonieorchester Münster, viele Chöre und Musiker.

    Foto: Pressefoto
  • Der Weg zum kompletten Programm

    Alle Veranstaltungen des Katholikentags sind in der Programmdatenbank verzeichnet. 

Genn: Wir wollen einen Kulturwandel im Sinne einer Kirche der Beziehungen. Ich bin in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich. Die Formen werden vielfältig sein. Nicht jede Gemeinde wird wie die andere aussehen, es wird auch Experimente und Fehler geben.

Sternberg: Im Bistum Stuttgart gibt es bereits kirchenrechtlich verankerte Ver­suche, dass Laien Gemeinden leiten und die Letztverantwortung beim Dechanten liegt.

Noch einmal zurück zum Katholikentag: Sind sie noch gelassen oder schon angespannt?

Genn: Ich merke schon, dass die Arbeit jetzt anwächst, aber darauf hatte ich mich eingestellt.

Sternberg: Im Moment bin ich sehr gelassen. Also, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt...

Genn (lacht): Das wird es!

Sternberg: ... dann werden wir keine Probleme haben. Es freuen sich im Bistum viele Menschen auf den Katholikentag – endlich wieder nach 88 Jahren. Immer schon bildeten die Besucher aus dem Bistum Münster die größte Besuchergruppe. Gerne will man dann auch selbst einmal Gastgeber sein und zeigen, wie gut das in der eigenen Stadt und im eigenen Bistum funktioniert.

Ist die Stadt Münster beim Katholikentag eigentlich ein guter Partner?

Sternberg: Die Stadt Münster ist ein guter Partner. Der Streit um den städtischen Anteil an der Finanzierung des Katholikentages war peinlich und wird in der Geschichte der Kirchen- und Katholikentage eine Sondererscheinung bleiben …

Genn: ... und ich würde sagen, die Stadt Münster sind nicht diejenigen, die die finanzielle Beteiligung der Stadt kritisch gesehen haben. Die Bevölkerung ist sehr engagiert. Das verdient meinen großen Respekt.

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