Strip-Till-Verfahren und Bodenbeprobung
Damit Gülle nicht mehr stinkt

Münster -

Es erscheint wie ein Wunder: Gülle wird ausgefahren, und es stinkt nicht. Am Samstag erörterten Lohnunternehmer Dietmar Wittkamp, Annika Ahlers vom Betriebshilfsdienst und der Maschinenring Münster / Warendorf zusammen mit der Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Susanne Schulze Bockeloh, das Strip-Till-Verfahren und die Bodenbeprobung direkt bei der Arbeit auf einem Handorfer Feld.

Sonntag, 22.04.2018, 19:04 Uhr aktualisiert: 23.04.2018, 10:12 Uhr
Dietmar Wittkamp, Annika Ahlers und Susanne Schulze Bockeloh (v.l.) demonstrieren das neue Strip-Till-Verfahren.
Dietmar Wittkamp, Annika Ahlers und Susanne Schulze Bockeloh (v.l.) demonstrieren das neue Strip-Till-Verfahren. Foto: Maria Conlan

Das neue Gerät zur Bodenprobeentnahme ist erst seit Februar im Einsatz. Im vierten Jahr wird Strip-Till zur Düngeausbringung auf Maisfeldern in unserer Region angewandt. Wittkamp setzt seine Düngemaschinen mit speziell ausgebildeten Fahrern inzwischen bei 60 Landwirten im Münsterland ein.

Der Fahrer war acht Stunden lang mit der Düngung bei dem Handorfer Feld beschäftigt, dabei ging sein Blick stets zwischen den vier Monitoren hin und her: automatische Lenkung, Bodenbeschaffenheit, GPS-Daten und Gülleausbringung kontrollierte er damit. Der Boden wurde unbearbeitet gedüngt. Nach jeder Runde füllte er den Gülletank wieder auf, wobei der dafür nicht einmal seinen Fahrersitz verlassen musste.

Anschließend zogen Wittkamp und Schulze Bockeloh mit Spaten und Messlatte übers Feld und bewunderten die exakte Arbeit der Maschine. Wurzelnah wird die Gülle in den Boden eingebracht. Durch dieses effektive Arbeiten könne der Landwirt auf Mineraldünger verzichten. Der Boden werde geschont, was auch den Regenwurm freue.

Bis zu drei Wochen später erfolgt die Maissaat, ebenfalls passgenau anhand der GPS-Daten vom Strip-Till-Verfahren, heißt es. Schulze Bockeloh betonte, wie wichtig effizientes und dabei bodenschonendes Arbeiten für den Landwirt seien: „Unser Boden ist unser Kapital.“

Ahlers und ihre Mitarbeiter sind mit einem besonderen Quad unterwegs. Es ist ausgerüstet für die Bodenprobeentnahme zur Bemessung des Nährstoffgehalts im Boden.

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