Versammlung der Kreisjägerschaft
„Ministerin braucht Unterstützung“

Münster -

Eines hätten viele unterschätzt, meinte Oberbürgermeister Markus Lewe in seinem Grußwort, nämlich die Mobilisierungsfähigkeit der Jäger. Auf der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft, die in der Mensa am Ring stattfand, waren Beispiele dafür zu hören. So ging es etwa um das Jagdrecht. Hier wird es schon bald Neuigkeiten geben.

Montag, 23.04.2018, 06:00 Uhr aktualisiert: 24.04.2018, 14:04 Uhr
Gruppenfoto mit der Kreisjägerschaft (v.l.): Markus von Diepenbroick-Grüter (Vorsitzender Hegering West), Bernd Peperhowe (Vorsitzender Hegering Süd), Britta Steinkamp (stv. Vorsitzende der Kreisjägerschaft), OB Markus Lewe, Ralph Müller-Schallenberg (Präsident des Landesjagdverbandes NRW), Ralf Buschhardt (scheidender Schriftführer), Philip Schulze Buschhoff (Vorsitzender der Kreisjägerschaft Münster), Ben Schulze Buschhoff (Vorsitzender des Hegerings Ost).
Gruppenfoto mit der Kreisjägerschaft (v.l.): Markus von Diepenbroick-Grüter (Vorsitzender Hegering West), Bernd Peperhowe (Vorsitzender Hegering Süd), Britta Steinkamp (stv. Vorsitzende der Kreisjägerschaft), OB Markus Lewe, Ralph Müller-Schallenberg (Präsident des Landesjagdverbandes NRW), Ralf Buschhardt (scheidender Schriftführer), Philip Schulze Buschhoff (Vorsitzender der Kreisjägerschaft Münster), Ben Schulze Buschhoff (Vorsitzender des Hegerings Ost). Foto: sn

So hatten die Jäger in Nordrhein-Westfalen etwa eine „Volksinitiative für ein ideologiefreies und praxisgerechtes Jagdrecht“ gegründet. Deren Forderungen reichte von der Erleichterung von Schonzeitaufhebungen bis zur Sicherstellung von flächendeckenden Bejagungsmöglichkeiten, wobei Jagdbeschränkungen die Ausnahme bleiben sollten. „Wenn Naturschutzrecht dem Jagdrecht übergestülpt wird, dann ist das das Ende der Jagd“, meinte Ralph Müller-Schallenberg, Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, auf der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft. Schon Anfang Mai werde voraussichtlich der Entwurf eines neuen NRW-Jagdgesetzes öffentlich. Müller-Schallenberg plädierte an die Jägerschaft, sich hinter Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking zu stellen: „Sie braucht unsere Unterstützung.“ Denn: „Es wird Verbände geben, die massiv Druck ausüben werden.“

Auch hinsichtlich der umstrittenen Schießanlage in Herkentrup bei Havixbeck positionieren sich die Jäger. Es gebe eine Lösung, kündigte Müller-Schallenberg an. Diese wurde am Ende der Jahreshauptversammlung vorgestellt: Demnach werden die Kreisjägerschaft, der Kreis Coesfeld und der Landesjagdverband NRW gemeinsam dafür sorgen, dass der kontaminierte Boden abtransportiert wird. Schon jetzt sind die betroffenen Schichten von den nicht-kontaminierten Bodenteilen getrennt worden.

Was gibt es sonst noch? „Die Jagd wird weiblicher“, so war zu hören. Immer mehr Frauen würden sich für den Jagdschein interessieren, aber auch im Vorstand tut sich einiges. Das zeigte sich bei den Wahlen. Julia Roerkohl wird neue Schriftführerin.

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