Ausbau der Umgehungsstraße „rechtskräftig“
Anwohner geben den Widerstand auf

Münster -

Das jahrelange juristische Tauziehen um die Umgehungsstraße ist beendet. Die Bürgerinitiative St. Mauritz will das für sie negative Urteil akzeptieren.

Donnerstag, 26.04.2018, 12:28 Uhr aktualisiert: 26.04.2018, 18:18 Uhr
Ausbau der Umgehungsstraße „rechtskräftig“: Anwohner geben den Widerstand auf
Die Bauarbeiten an der Umgehungsstraße gehen weiter, der Rechtsstreit ist beendet. Foto: Matthias Ahlke

Der über 30 Jahre lang währende Streit um den Ausbau der Umgehungsstraße (B 51) in St. Mauritz ist jetzt auch juristisch beendet – und zwar endgültig.

Peter-Paul Gosing als Sprecher der Bürgerinitiative St. Mauritz erklärte, dass es keine weitere Beschwerde gegen das zweite Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) in Münster geben werde. In diesem Urteil, das inzwischen schriftlich vorliegt und über 100 Seiten umfasst, hatten die Richter die Klage gegen den bereits laufenden Ausbau abgelehnt.

Nach einem ersten Urteil hatten die Kläger beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Zurückverweisung des Verfahrens an das OVG erstritten. Die Bürgerinitiative, so Peter-Paul Gosing, müsse akzeptieren, dass die Kläger auch bei einer neuerlich erfolgreichen Beschwerde „immer wieder vor dem gleichen OVG-Senat in Münster landen“.

Im Kern hält die Bürgerinitiative die Straßenplanung noch immer als „vorsintflutartig“, wie es in einer Erklärung heißt. Die autobahnähnliche Straße teile ein gewachsenes Wohn- und Erholungsgebiet.

Die Anwohner aus St. Mauritz drängten über Jahre hinweg auf eine Tunnellösung beim Ausbau, die aus Kostengründen aber stets abgelehnt wurde. Vor dem Lärm der künftig vierspurigen Straße sollen bis zu sieben Meter hohe Lärmschutzwände schützen.

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