Bären- und Puppenmesse
Kreativ-Bären voll im Trend

Münster -

An diesem Wochenende findet in der Halle Münsterland die weltweit größte Teddybären-Messe statt. Auch Puppenkunst und kreative Gestaltungsideen werden präsentiert. Die Veranstalter erwarten rund 10 000 Besucher.

Samstag, 28.04.2018, 10:00 Uhr
Die deutsch-englische Nachwuchskünstlerin Katja Gless präsentiert in der Halle Münsterland zwei neue Lieblinge. Rechts der „blaue Emil“, in den sie rund 70 Arbeitsstunden investiert hat. Ein Unikat ist auch das „Schaf im Wolfspelz“.
Die deutsch-englische Nachwuchskünstlerin Katja Gless präsentiert in der Halle Münsterland zwei neue Lieblinge. Rechts der „blaue Emil“, in den sie rund 70 Arbeitsstunden investiert hat. Ein Unikat ist auch das „Schaf im Wolfspelz“. Foto: Helmut Etzkorn

Kostümbildnerin Katja Gless hat die große Liebe zu den kleinen Plüschgesellen vor fünf Jahren auf einer Kreativmesse entdeckt, inzwischen ist sie selbst eine gestandene „Bärenmacherin“. Die 34-Jährige aus Leipzig mit Wohnsitz in London präsentiert am Wochenende bei der „Teddybär Total“ in der Halle Münsterland ihre Kollektion. Highlight ist der „blaue Emil“. Entstanden in knapp 70 Stunden „nach Feierabend“ und statt Plüsch kommen selbst bedruckte Textilstoffe zum Einsatz. Dazu hat sie ein handlich-wolliges „Schaf im Wolfspelz“ mit Leder-Applikationen angefertigt. Finden ihre Modelle unter dem Künstlertitel „CodeNameButterfly“ Anklang, will sie in ein paar Jahren ihre Hobby zum Beruf machen.

Katja Gless gehört zu den jungen Bärenkünstlerinnen, die inzwischen in Russland und Japan der alten Generation der Traditionshersteller ernsthaft Konkurrenz machen. „Steiff und Hermann“ stehen mit ihren Klassikern zwar immer noch hoch im Kurs, meint Messe-Veranstalter Jan Schönberg. Dennoch ist der Trend zu kreativen und fantasievoll-künstlerisch gestalteten Teddy-Exponaten bei einem ersten Rundgang über die Weltleitmesse für bärige Sammler, Liebhaber, Künstler, Hersteller und Händler unübersehbar.

Für Schönberg „erlebt der Markt rund um das wohl bekannteste Plüschtier eine Renaissance“. Die Zeit, in der sechsstellige Summen für Unikate gezahlt wurden, sei zwar vorbei. Dennoch entwickle sich der Markt „stabil“. Auch deshalb, weil die Preisspanne von zehn bis 1000 Euro für jeden Geldbeutel und Einsteiger ein passendes Angebot biete.

Im dänischen Billund eröffnet zu Pfingsten im Legoland ein „Teddy-Art-Museum“, die einzigartigen Exponate werden jetzt in Münster erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Wer seinen in die Jahre gekommenen Plüsch-Liebling mitbringt, kann den Wert des Bären schätzen lassen und ihn dann gleich vom „Teddy-Doktoren“ aufgehübscht bekommen.

Rund 150 Künstler aus 15 Nationen versammeln sich in einer benachbarten Halle zum „Puppenfrühling“, auch hier gibt es Workshops und Fachvorträge.

Als „ideale Ergänzung“, so Mitveranstalter Sebastian Marquardt, werden erstmals kreative Handwerkstechniken beim „Kreativ-Frühling“ vorgestellt. In Workshops und Mitmach-Aktionen kann jeder sein Talent als Bärenmacher oder Puppengestalter erforschen.

Die Messe ist Samstag von 10 bis 17 Uhr und Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Das Zwei-Tages-Ticket kostet zehn Euro, bis 16 Jahre ist der Eintritt frei.

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