Pumpwerk-Bau an der Kanalstraße
Ein heikles Unterfangen

Münster -

Die Anwohner der Kanalstraße sorgen sich: Die geplante Vollsperrung der Straße infolge des Pumpwerk-Baus nach den Sommerferien bringt Schwierigkeiten mit sich.

Samstag, 28.04.2018, 18:00 Uhr
Noch regelt eine Baustellenampel an der Kanalstraße den Autoverkehr. Nach den Sommerferien ist die Straße hier gesperrt.
Noch regelt eine Baustellenampel an der Kanalstraße den Autoverkehr. Nach den Sommerferien ist die Straße hier gesperrt. Foto: Dirk Anger

Auf die Anwohner der Kanalstraße nördlich vom Ring kommen nach den Sommerferien ruhige Zeiten zu – zumindest in den Abendstunden und am Wochenende. Denn dann sollen die Bauarbeiten am geplanten Hochwasserpumpwerk im Einmündungsbereich zur Wibbelt­straße ruhen, wie Vertreter des städtischen Tiefbauamts auf einer Bürgerinformation am Donnerstag versicherten. Und weil die Kanalstraße nördlich vom Ring infolge dieser Arbeiten für mindestens eineinhalb Jahre in beide Richtungen nur noch eine Sackgasse bildet, wird es in dieser Zeit keinen Durchgangsverkehr geben.

Ansonsten aber müssen sich die Anwohner auf spürbare Belastungen einstellen – zumal einige von ihnen gleich mehrere Tausend Euro an Ausbaubeiträgen an die Stadt zahlen sollen. Parkplätze fallen weg – und insgesamt 23 Bäume unmittelbar an der Kanalstraße der Kettensäge zum Opfer. Zwar wird die Straße etwas schmaler, doch separate Fuß- und Radwege stadteinwärts erfordern mehr Platz.

Es sei leider nicht auszuschließen, dass einzelne Grundstücke „einige Tage“ nicht mit dem Auto zu erreichen seien, hieß es weiter. Allerdings versprach der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Gerhard Rüller: „Wir machen nie Ihre Zufahrt zu, ohne mit Ihnen gesprochen zu haben.“

Aktuell regelt eine Baustellenampel den Verkehr noch einspurig auf der Kanalstraße. Bis Juli verlegen die Stadtwerke dort Leitungen – auch Leerrohre für ein künftiges Glasfasernetz. Dann herrscht über die Sommerferien noch mal zweispurig freie Fahrt. Weil in dieser Periode auf der Grevener Straße die letzten Asphaltarbeiten anstehen, will die Stadt diesmal kein Risiko eingehen.

Ab September, wenn der Bau des Pumpwerks beginnt, wird es richtig ernst: Für mindestens 18 Monate ist die Kanalstraße in Höhe Wibbeltstraße für den Autoverkehr gesperrt. Vermutlich bleibt sie noch ein paar Monate länger zu, weil die folgenden Arbeiten dann schneller erledigt werden können. Eine explizite Umleitungsausschilderung soll es nicht geben. Die Stadt setzt darauf, dass die Pendler ihre eigenen Wege finden.

„Die Vollsperrung ist leider alternativlos“, erklärte Christoph Schmidt unter Verweis auf die Dimension der Maßnahme. Schließlich soll im Einmündungsbereich an der Wibbeltstraße ein zwölf mal acht Meter großes Pumpwerk in die Erde gebaut werden. Das habe man nicht unter den Deich setzen wollen, um dessen Dichtigkeit nicht zu gefährden, so Rüller. Für März 2020 ist das Ende dieser Maßnahme und der Kanalsanierung terminiert. Anschließend wird die Kanalstraße neu gemacht, auch die Aufgänge zum Deich. Bis 2022 erfolgt die Kanalerneuerung in den Nachbarstraßen.

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