Angespannte Situation am Hauptbahnhof
Poller schränken Lieferverkehr ein

Münster -

Die Fläche vor dem Hauptbahnhof soll sicherer werden. Doch die vielen inzwischen aufgestellten Poller sorgen auch für Probleme, etwa bei der Warenanlieferung.

Montag, 30.04.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 30.04.2018, 20:10 Uhr
Immer mehr Poller am Hauptbahnhof dienen der Sicherheit, schränken aber auch den Lieferverkehr ein.
Immer mehr Poller am Hauptbahnhof dienen der Sicherheit, schränken aber auch den Lieferverkehr ein. Foto: kb

Da staunten Hunderte Bahnkunden am Montag nicht schlecht, als sie plötzlich sahen, dass der seit Monaten verschlossene Zugang vom Bremer Platz zum Haupttunnel des Hauptbahnhofs geöffnet war.

Nach Recherchen unserer Zeitung wird dies zum 7. Mai so bleiben. Die Bahn steht nämlich bei den arg gebeutelten Geschäftsleuten im Bahnhof in der Pflicht, für die Warenanlieferung einen Weg zum Bremer Platz offenzuhalten. Da diese wegen laufender Bauarbeiten derzeit nicht durch den Nordtunnel erfolgen kann, muss der Haupttunnel ran.

Poller wurden aufgestellt

Überhaupt die Warenanlieferungen. Bis zu 80 Lkw müssen nach Auskunft des CDU-Ratsherrn Richard-Michael Halberstadt pro Tag vorfahren, um alle Läden und Restaurants im Hauptbahnhof zu versorgen. Wegen der vielen Baustellen, aber auch aus Sicherheitsgründen wird die Bewegungsfreiheit auf dem Bahnhofsvorplatz immer mehr eingeschränkt. „Die Lkw-Fahrer können einem nur Leid tun“, spricht Halberstadt den Umstand an, dass unlängst wieder im Bereich des Nordeingangs an der Westseite Poller aufgestellt wurden, um zu verhindern, dass Fahrzeuge direkt bis zum Eingang vorfahren.

Teil eines Sicherheitskonzeptes

„Das ist Teil unseres Sicherheitskonzeptes im Vorfeld des Katholikentages“ erklärt Bahnhofsmanager Michael Jansen. Für den Lieferverkehr gebe es eine Möglichkeit zur Vorfahrt am Bussteig C3. Hier seien „spezielle Zeitfenster“ mit den Stadtwerken abgesprochen, in denen Lkw halten dürften.

Konflikte mit Busfahrern

Jansen räumt ein, dass es Konflikte mit Busfahrern gebe. Diese Probleme werden von den Stadtwerken bestätigt. Nicht selten komme es vor, dass Lkw in den Haltezonen oder am Rande der Busspuren parken und damit den Verkehr behindern.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass der Lieferverkehr am Hauptbahnhof vollends zusammenbrechen würde, würden nicht viele Lkw-Fahrer einfach stumpf die Taxi-Vorfahrt benutzen, um ihre Waren auszuliefern. Vorzugsweise ganz früh am Morgen.

Alle Seiten hoffen auf eine Entspannung, wenn – in einigen Jahren – sämtliche Bauarbeiten rund um den Hauptbahnhof abgeschlossen sind.

 

Bauarbeiten auf der Bahnhofs-Ostseite

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  • Baustelle Hauptbahnhof: Der Zugang zu den Bahnsteigen über die Ostseite wird am 26. April dicht gemacht.

    Foto: Jan Hullmann
  • Der Nordtunnel war die letzte Verbindung im Bahnhof von der Ost- zur Westseite.

    Foto: Jan Hullmann
  • Plakate weisen auf die Schließung des Tunnels hin.

    Foto: Jan Hullmann
  • Von der Ost- zur Westseite kommt man ab dem 26. April nur noch über Routen, die um den Hauptbahnhof herumführen.

    Foto: Jan Hullmann
  • Eine Möglichkeit: Durch den Hamburger Tunnel kommen Radfahrer und Fußgänger von Ost nach West.

    Foto: Jan Hullmann
  • Dieses Schild gilt ab dem 26. April nicht mehr.

    Foto: Jan Hullmann
  • Auf dem freigeräumten Baufeld auf der Ostseite des Hauptbahnhofs baut die Landmarken AG einen neuen Gebäudekomplex.

    Foto: Jan Hullmann
  • Auch die Bremer Straße (rechts im Bild) wird dafür verschwenkt.

    Foto: Jan Hullmann
  • Unter anderem entstehen hier ein Hotel, Appartements, Studentenwohnungen, Gastronomieangebote, ein Supermarkt und ein Fahrradparkhaus.

    Foto: Jan Hullmann
  • Die Kopfbauten am Nordtunnel werden abgerissen.

    Foto: Jan Hullmann

 

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