Fr., 04.05.2018

Diskussion über Windthorststraße Leezenchaos behindert jede Neugestaltung

Die seit 2010 geplante Aufwertung der Windthorststraße ist nach Auffasung des Linken-Politikers Rüdiger Sagel „krachend gescheitert“.

Die seit 2010 geplante Aufwertung der Windthorststraße ist nach Auffasung des Linken-Politikers Rüdiger Sagel „krachend gescheitert“. Foto: klm

Münster - 

Alle bisherigen Versuche, die Windthorststraße zu verschönern, sind gescheitert. Über die Gründe diskutierte am Donnerstag der Stadtplanungsausschuss.

Von Klaus Baumeister

Außer Spesen nichts gewesen. Mit großem Aufwand hat die Stadt Münster im Jahr 2010 einen Planungsprozess zu Aufwertung der Windthorststraße ins Leben gerufen.

Als Andreas Thiel vom Stadtplanungsamt am Donnerstagabend im Planungsausschuss über den mageren Zwischenstand referierte, bemerkte der FDP-Ratsherr Jürgen Reuter: „Gemessen an den Ansprüchen von damals ist nichts geblieben.“

Der Linke Rüdiger Sagel meinte sogar, dass alle bisherigen Konzepte zur Aufwertung der Windthorststraße „krachend gescheitert“ seien. Und sie würden auch immer wieder scheitern, so lange das Problem mit den vielen im Straßenraum abgestellten Fahrrädern nicht gelöst sei.

Verbannung des Fahrradverkehrs? 

Thiel erklärte, dass die bislang ins Auge gefasste Idee, die Fahrräder – zwecks Entlastung der Windthorststraße – über die Herwarth­straße und die Engelstraße zu führen, vorerst zurückgestellt werden müsse, weil an der Stelle ein Hotelneubau geplant sei – mit entsprechenden Problemen beim Baustellenverkehr.

Der Ausschussvorsitzende Jörn Möltgen machte hinter das Ziel, den Fahrradverkehr aus der Windthorststraße zu verbannen, ohnehin ein großes Fragezeichen.

Der CDU-Ratsherr Georg Fehlauer stellte desillusioniert fest: „Ein paar Bänke und einige neue Leuchten reichen nicht für die Windt­horststraße.“

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