Architekturwettbewerb für Quartiersentwicklung
Jung und Alt zusammenführen

Münster -

In Münsters Aaseestadt sollen Jung und Alt noch besser zusammen wohnen und leben können. „Generationengerechtes Wohnen im Viertel“ – das ist das Ziel, zu dem die Wohn- und Stadtbau einen städtebaulichen Wettbewerb startet. Und darüber informierte das städtische Wohnungsunternehmen bei einer Veranstaltung in der Erich-Klausener-Realschule die zahlreich erschienenen Mieter und Anwohner der Aaseestadt.

Sonntag, 06.05.2018, 12:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2018, 16:06 Uhr
Wohnen in der Aaseestadt: Ein Architekturwettbewerb soll Ideen fördern, wie im Quartier das Zusammenleben von Jung und Alt noch besser realisiert werden kann.
Wohnen in der Aaseestadt: Ein Architekturwettbewerb soll Ideen fördern, wie im Quartier das Zusammenleben von Jung und Alt noch besser realisiert werden kann. Foto: Matthias Ahlke

„Wir suchen neue Ideen und kluge Vorschläge für das Zusammenleben von Jung und Alt im Quartier“, begründete Dr. Christian Jaeger, Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, den Wettbewerb, „Wohnen schafft Heimat. Viele Menschen wollen heute auch im Alter möglichst lange im vertrauten Wohnumfeld leben. Daraus ergeben sich unterschiedliche Bedürfnisse. Wie wir sie berücksichtigen – daran misst sich die Zukunftsfähigkeit eines Wohnquartiers.“

Zehn Architekturbüros sind laut Pressemitteilung eingeladen, sich dazu Gedanken zu machen – die Vorgaben lauten: Wohnraum, der für Familien und gleichzeitig auch für ältere Menschen geeignet ist, barrierefrei, energiesparend und bezahlbar, ein Wohnumfeld, in dem sich Menschen jeden Alters wohlfühlen, auch eine Kindertagesstätte und eine Senioren-Wohngemeinschaft sollen entstehen. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden im Herbst vorliegen und von einem Preisgericht begutachtet. Der Jury sollen neben Sach- und Fachpreisrichtern auch Bewohner der Aaseestadt angehören. Bis zu einer Umsetzung der Pläne dauert es dann freilich noch: „Vorher muss ja auf Grundlage des Wettbewerbsergebnisses ein Bebauungsplan mit der Stadtverwaltung erarbeitet und dann vom Rat beschlossen werden“, so Max Delius, stellvertretender Leiter der Bauabteilung der Wohn+Stadtbau, zum zeitlichen Ablauf.

In der Veranstaltung brachten die Bewohner die aktuellen Probleme der Wohnanlage Mierendorffstraße noch einmal zur Sprache. Die Defizite seien erkannt und sollen bei der Planung berücksichtigt werden, sagte Sebastian Albers, Prokurist der Wohn- und Stadtbau. Andere Bewohner befürchten steigende Mieten. Albers sicherte zu, dass die Wohn- und Stadtbau für jeden Bedarf und Geldbeutel passende Angebote machen werde. Mit dem städtebaulichen Wettbewerb in der Aaseestadt gehört die Wohn - und Stadtbau übrigens zu den „Piloten“ eines landesweiten Projekts: Das Audit „Generationengerechtes Wohnen im Quartier“ unterstützt Wohnungsunternehmen dabei, Handlungsbedarfe zu identifizieren und konkrete Maßnahmen für Mehrgenerationenquartiere abzuleiten.

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