So., 06.05.2018

„Bürgerengagement beim Europatag „Für Europa lohnt es sich täglich zu kämpfen“

Ebenso wie zuvor bei der Eröffnung des Europatages im Rathausfestsaal erklärt der Abgeordnete des Europaparlaments, Dr. Markus Pieper (r.), bei der Kundgebung der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ auf dem Prinzipalmarkt die Vorteile der EU für die Bürger.

Ebenso wie zuvor bei der Eröffnung des Europatages im Rathausfestsaal erklärt der Abgeordnete des Europaparlaments, Dr. Markus Pieper (r.), bei der Kundgebung der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ auf dem Prinzipalmarkt die Vorteile der EU für die Bürger. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die EU als Garant für Demokratie, Sicherheit und Wohlstand: Beim Europatag und bei der Kundgebung der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ auf dem Prinzipalmarkt demonstrierten zahlreiche Bürger, dass es sich lohnt, für Europa täglich zu kämpfen.

Von Karin Höller

Warum ist ein geeintes Europa so wichtig? Nach der feierlichen Eröffnung des Europatages im Rathausfestsaal nutzten Bürger die Chance, auf dem Prinzipalmarkt ans Mikro zu treten. „Vor allem junge Leute profitieren von der Vereinfachung beim Reisen“, lobt eine junge Frau und verweist auf Eu-weites Roaming oder das geplante Free-Interrail-Projekt für 18-Jährige. Christian Lüer vom münsterischen Ableger der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ mahnt eindringlich, sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und ein vereintes Europa einzusetzen. Die Sehnsucht nach starken politischen Führern sei in manchen Staaten groß: „Überlassen wir Europa nicht den Populisten.“

Europaparlaments-Abgeordneter Markus Pieper wiederholt bei der Kundgebung vor dem Rathaus Argumente, die er bereits bei der offiziellen Eröffnung im Rathausfestsaal den Bürgern ans Herz gelegt hat. Offene Grenzen und der freie Verkehr von Gütern und Personen seien wichtige Errungenschaften. Pieper nennt ein Beispiel: Jedermann könne von Münster mit einem Ticket und einer Währung dank des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs nach Mailand fahren. Was man nicht von einer Fahrt von Bielefeld nach Bocholt behaupten könne. „Da gibt es drei Nahverkehrsverbünde.“ Ein Argument, das ein Bürger, der daraufhin ans Mikro tritt, jedoch widerlegte. Erst die von der EU geforderte Ausschreibung für Verkehrsdienstleistungen habe den Weg für unterschiedliche Anbieter in einer Region geebnet. Auf Zustimmung stößt Pieper indes mit seiner Aussage, dass der supranationale Zusammenschluss in der Europäischen Union „einzigartig ist in der Welt“ und „dass es sich dafür lohnt, täglich zu kämpfen“. Der europäische Beitrag an der regionalen Entwicklung müsse stärker herausgestellt werden, fordert Pieper. Sei es beim Thema Sicherheit, beim Arzneimittelrecht oder bei der Reisefreiheit. Applaus brandet auf, als er in Sachen Brexit klarstellt: „Rosinenpickerei wird es mit uns nicht geben.“

Fotostrecke: Europatag: „Muenster für Europa – Muenster4Europe“

Auch Bürgermeister Gerhard Joksch warnt vor einem wieder erstarkenden Nationalismus. Ein reger Austausch der Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen sei daher unverzichtbar. Wie wichtig es ist, sich für Europa stark zu machen, zeigten auch Schüler des Pascal-Gymnasiums im Rathausfestsaal: „Hier fühle ich mich sicher“, brachte es eine Schülerin auf den Punkt.



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