Produzentengalerie SO-66: Angelika Rauf
Feine Linien aus Asche und Feuer

Münster -

Die diesjährige Förderausstellung der SO-66 widmet sich den Arbeiten der münsterischen Künstlerin Angelika Rauf. Im Laufe ihres Studiums an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Kunstakademie Münster hat sie eine Leidenschaft für die Zeichnung und für Keramik entwickelt. Die Produzentinnengalerie zeigt eine Auswahl von Raufs Keramiken, die mit der Raku-Technik und in einem Anagama-Ofen, einem japanischen Holzofen, entstanden sind.

Montag, 07.05.2018, 10:20 Uhr
Verspielte Keramiken in Raku-Technik zeigt die münsterische Künstlerin Angelika Rauf an der Soester Straße.
Verspielte Keramiken in Raku-Technik zeigt die münsterische Künstlerin Angelika Rauf an der Soester Straße. Foto: Angelika Rauf

Während eines Arbeitsaufenthaltes in Japan hat Rauf speziell Keramiken für diesen besonderen Brennofen gebaut. An einem Berg in der japanischen Landschaft wurde dieser Ofen fünf Tage lang befeuert. Dabei entstand eine natürliche Glasur aus Asche und Feuer, die sich über die feinen Linien der Oberfläche gesetzt hat.

Neben den Plastiken, die sich verspielt auf unterschiedlichen Sockeln im Ausstellungsraum befinden, sind auch unterschiedliche Zeichnungen zu sehen. Eine „physische Zeichnung“, die speziell für den Raum entstanden ist, prägt die rechte Wand und verweist auf die Formen und Strukturen des Raumes. Rauf hat sich den Raum vor dem Erstellen der Zeichnung genau angeschaut und ein Konzept für die sich immer wieder wiederholenden Linien entwickelt. Die Maße orientieren sich an Raumlänge und Höhe. Die Einteilung des Blattes erfolgte partiell. Es wurde Schicht für Schicht mit dicken Graphitstiften gearbeitet. Durch die physische, simultane Bewegung beider Arme entstanden Spiegelungen und der körperliche Einsatz auf der Zeichnung verwischte einzelne Bereiche. Es entstand sowohl eine Bewegung als auch eine Räumlichkeit auf dem Papier.

Zusammen mit der physischen Zeichnung sind kleinformatige Zeichnungen zu sehen. Diese beschäftigen sich mit der Linie als Ausgangspunkt. Durch den Einsatz von unterschiedlichen Winkeln der einzelnen Linien bringt Rauf die Zeichnung dabei entweder zum Vibrieren oder schafft eine räumliche Tiefe, in die der Betrachter hineingesogen wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zum Thema

Bei der Eröffnung am Sonntag (6. Mai) um 15 Uhr in der SO-66, Soester Straße 66, gibt Thorsten Schneider (Curator in Residence des Landes NRW in Schloss Rin-genberg) eine Einführung in die Ausstellung.

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