Di., 08.05.2018

Beratungen zum Kasernen-Ankauf Im Eiltempo bis zum Ratsbeschluss

Beratungen zum Kasernen-Ankauf: Im Eiltempo bis zum Ratsbeschluss

Die York-Kaserne in Gremmendorf von oben Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Eiltempo nach langem Warten: Fünf Ratspapiere, sieben Gremien, neun Tage Zeit – so sieht der aktuelle Arbeitsplan beim Thema Konversion aus.

Von Klaus Baumeister

Wenn sich die Bezirksvertretung Münster-Südost, der Planungsausschuss sowie der Liegenschaftsausschuss am heutigen Dienstag (8. Mai) dem weiteren Vorgehen auf dem Gelände der York- und der Oxford-Kaserne annehmen, beginnt ein Beratungsmarathon, der bereits in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch (17. Mai) enden soll.

3000 Wohnungen

Bekanntlich hat die Stadt Münster die insgesamt 75 Hektar großen Kasernenflächen in Gremmendorf und Gievenbeck gekauft und möchte dort insgesamt rund 3000 Wohnungen bauen, davon allein 910 durch das städtische Wohnbauunternehmen Wohn- und Stadtbau. Dessen Aufsichtsrat hat inzwischen dem „Beitritt zum Kaufvertrag“ zugestimmt, wie es offiziell heißt.

: Chronologie: Münster und die Kasernen

Unterbringung für bis zu 500 Flüchtlinge

Mit der Unterschrift unter dem Kaufvertrag, die unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Zustimmung des Rates getätigt wurde, geht die Stadt Münster auch gegenüber dem Land NRW eine wesentliche Verpflichtung ein. Das Land gibt nämlich die York-Kaserne nur unter der Voraussetzung frei, dass die Stadt Münster eine Zentrale Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) für bis zu 500 Flüchtlinge errichtet. Der Standort liegt östlich des Dortmund-Ems-Kanals im Bereich Pulverschuppen. Die ZUE soll eine Fläche von rund 3,8 Hektar in Anspruch nehmen und gut 25 Millionen Euro kosten. Zehn Millionen Euro davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

Baufelder an private Investoren

Wenn alle wichtige Beschlüsse gefasst sind und neben dem Rat der Stadt Münster auch Bundestag und Bundesrat zugestimmt haben, gehen beide Kasernen in das Eigentum der Stadt Münster über. Doch im Detail verbleiben direkt bei der Stadt nur die Flächen, die der öffentlichen Infrastruktur dienen. Die der Wohnbebauung dienenden Teile gehen an die Wohn- und Stadtbau beziehungsweise an ein anderes städtisches Unternehmen mit Namen Konvoy.

Dieses Tochterunternehmen soll die Baufelder an private Investoren weiterverkaufen. Gebaut wird ab 2020.



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