Ehrenamtliche zeigen sich auf der Kirchenmeile
Eine Bühne für das Engagement

Münster -

Der Regen hatte am Donnerstagmittag nicht viele Vorteile, auf der Kirchenmeile aber immerhin einen: In den Zelten gab es dichtes Gedränge, Begegnungen und Gesprächen fanden sofort statt.

Donnerstag, 10.05.2018, 14:32 Uhr aktualisiert: 10.05.2018, 14:49 Uhr
Dichtes Gedränge in den Zelten: Der Regen am Mittag hatte auch einen Vorteil, in den Zelten kam es schnell zu Gesprächen zwischen Besuchern und Vertretern von Verbänden, Vereinen und Bistümern.
Dichtes Gedränge in den Zelten: Der Regen am Mittag hatte auch einen Vorteil, in den Zelten kam es schnell zu Gesprächen zwischen Besuchern und Vertretern von Verbänden, Vereinen und Bistümern. Foto: ah

Die Münsteraner haben Heimvorteil: Mit der Eröffnung der Kirchenmeile setzt über Münster der Regen ein. Wohl dem, der den Schlossplatz von Sendbesuchen kennt. Denn die Münsteraner punkten mit wasserfestem Schuhwerk. Die zahlreichen Gäste weichen Pfützen aus und ärgern sich über grauen Matsch auf hellem Schuh.

Doch das Wetter verdirbt den Tausenden auf der Kirchenmeile nicht die Laune. Im Gegenteil: Als der Regen einsetzt, flüchten alle unter die weißen Pavillons der Zeltstadt. Die erste Begegnung zu Vereinen, Verbänden, Bistümern und Hilfswerken ist gemacht. Über 330 Informations- und Begegnungsangebote sind während des Katholikentags zu sehen.

Das Verbinden von Kirche und Sport

Doch die sind für viele am Anfang nur Nebensache. Eine Menschentraube bewegt sich langsam über den Platz, in der Mitte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Kameras und Smartphones werden gezückt, Menschen recken die Hälse, um einen Blick auf das Staatsoberhaupt zu werfen. Dann ist Steinmeier auf dem Weg in die Halle Münsterland , der Rummel vorbei – und die Bühne gehört den Ehrenamtlichen und Engagierten.

„Wir möchten zeigen, wie wir Kirche und Sport miteinander verbinden“, nennt Gisela Bienk, Vorsitzende des DJK-Sportverbandes der Diözese in Münster. Der Boden des Zelts ist so grün wie Rasen, weiße Markierungen deuten auf ein Fußballfeld hin. Auf dem Tisch dient ein nicht aufgepumpter Ball als Schale, darin liegen Zettel mit kleinen Sportaufgaben. „Dann kann sich jeder zwischendurch eine Auszeit nehmen“, erläutert Bienk. Aus dem Grund bietet die DJK auch „Sport-Exerzitien“ an. „Uns geht es darum, den Frieden für mich selbst zu finden“, sagt die Vorsitzende.

Etwas zum Frieden beitragen

Ganz in der Nähe berichten Bistümer, Klöster und Bruderschaften von ihrer Arbeit. „Wir möchten zeigen, dass wir in Münster präsent sind und ein Gesicht haben“, sagt Bruder Thomas, der in Münster bei den Canisianern lebt. „Wir informieren darüber, wie wir leben und wie wir sind“, sagt der Bruder. Es gehe nicht darum, junge Menschen dazu zu bewegen, in die Bruderschaft einzutreten. „Aber wenn das passiert, ist es natürlich auch schön“, sagt Bruder Thomas.

„Wir wollten uns präsentieren, weil wir mit zum Frieden beitragen“, ist sich Bernd Mülbrecht von der Europa-Brücke sicher. Gerechtigkeit schaffe Frieden und die Europa-Brücke schaffe durch Integration mehr Gerechtigkeit. Die Brücke unterstützt und begleitet Menschen aus Europa, die nach Deutschland kommen und Hilfe benötigen.

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