4300 Stimmen für den Frieden
Halleluja in vollen Tönen

Münster -

Rund 4300 Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Bistum Münster stimmten am Himmelfahrtstag ihre Lieder auf dem Domplatz an. Der Auftritt in der Größe war rekordverdächtig, meinte Chorleiter Ulrich Grimpe.

Donnerstag, 10.05.2018, 19:25 Uhr aktualisiert: 10.05.2018, 19:30 Uhr
Das bisschen Regen trübte keineswegs die Stimmung: Sängerin Angelika Endler und Regionalkantorin Jutta Bitsch freuten sich auf das Konzert auf dem Domplatz.
Das bisschen Regen trübte keineswegs die Stimmung: Sängerin Angelika Endler und Regionalkantorin Jutta Bitsch freuten sich auf das Konzert auf dem Domplatz. Foto: gh

Halleluja, welch ein beeindruckendes Konzert mit 4300 Sängerinnen und Sängern aus dem gesamten Bistum Münster. Rund 140 Chöre standen am Donnerstagnachmittag auf dem Domplatz und sangen für eine friedvolle Welt. Hunderte von Zuhörern spendeten Beifall. Ohne Zugabe kamen die Chöre nicht vom Platz. Für viele Sänger war ein solcher Auftritt in der Menge eine Premiere.

Mittendrin stand Angelika Endler vom ökumenischen Chor St. Bonifatius. Die Sängerin war schon morgens beim Gottesdienst vor dem Schloss dabei. Dass dort die Sonne schien, das empfand sie als Geschenk des Himmels. Trotz der Regenschauer verging den Chören aber nicht die Lust auf das Singen. Schätzungsweise 24 Jahre gehöre sie jetzt dem Chor an, so Angelika Endler, dennoch sei der Auftritt für sie eine Premiere, erklärte die Münsteranerin freudestrahlend. Das Chormitglied hatte außerdem eine tragende Rolle übernommen und positionierte ein Schild für die Sopran-Gruppe aus dem Kreis Warendorf und der Stadt Münster.

Unter den vielen Frauen im Sopran standen Theo Leeser und Heinrich Stapel. „Wir singen wie eine Nachtigall“, behaupteten sie und blieben auf ihrem Platz. Die Frauen duldeten die Gäste in ihrer Stimmlage.

Dort tummelten sich auch Marita Nohl und ihre Schwester Angelika Wermelt. Letztere singt schon lange in einem Chor in Nordwalde mit. Der ein Jahr älteren Schwester, die im Bergischen wohnt, übermittelte die 58-Jährige die Lieder per Computer. „Heute früh hat sie die familiäre Prüfung bestanden“, lobte Angelika Wermelt.

Die Schwestern konnten aber auch wie alle anderen Sänger mit dem Regen gut leben. Ein Kirchentag in dieser Stadt ohne Regen? „Dann hätte wir das Gefühl, dass wir nicht in Münster sind“, so Marita Nohl.

Viele Sänger waren gespannt auf diesen Auftritt. Allein schon die Dekanatsprobe vorher mit den Chören war ein tolles Gefühl, sagte Barbara Nieß von der Chorgemeinschaft St. Martini. „So ein Rudelsingen hat Charakter“, beschrieb sie die Aktion. Die Sängerinnen und Sänger in St. Martini seien sofort Feuer und Flamme für den Auftritt gewesen.

Lampenfieber war ihnen am Donnerstag kurz vor dem Auftritt fern. „Wir sind nur aufgeregt, weil wir nicht wissen, wo wir stehen“, meinten Ursula Kliche und Schwester Imma. Christa Döcker-Stuckstätte, ebenfalls von St. Martini, hatte bereits morgens auf dem Schlossplatz gesungen. „Selbst bekommt man nicht mit, wie es klingt“, sagte die Sängerin. Dafür lauschte Ehemann Gerhard Stuckstätte auf der anderen Seite den klingenden Botschaftern.

Regionalkantorin Jutta Bitsch, Leiterin des Kirchenchores von Heilig Kreuz, war zufrieden mit dem Konzert. „Manches geht gut ins Ohr, manches muss erarbeitet werden“, prophezeite sie bei den Proben. Ulrich Grimpe, Leiter des Referates Kirchenmusik im Bistum, freute sich über diese Gelegenheit, mit allen Chören singen zu können: „Der Bistumschor ist spitze.“

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