Künstlicher Mitarbeiter im Naturkundemuseum
Roboter spielt Verstecken

Münster -

Er ist freundlich und hilfsbereit, er zwinkert Museumsgästen zu, spielt mit ihnen Verstecken, und wenn ihm langweilig ist, pfeift er vor sich hin. Der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen neuen „Mitarbeiter“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Gemeint ist ein Museumsroboter der mit Beginn der neuen Sonderausstellung „Das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl“ ab 29. Juni Besucher durch die neue Gehirn-Ausstellung führt und ihnen Wissenswertes zu verschiedenen Ausstellungsobjekten erklärt.

Dienstag, 15.05.2018, 18:30 Uhr
Die Leiterin der Museumspädagogik Gerda Windau und Ausstellungsmacherin Dr. Julia Massier sind gespannt wie der Roboter bei den Museumsgästen ankommen wird.
Die Leiterin der Museumspädagogik Gerda Windau und Ausstellungsmacherin Dr. Julia Massier sind gespannt wie der Roboter bei den Museumsgästen ankommen wird. Foto: LWL/Christoph Steinweg

Bisher heißt der Roboter noch SCITOS G5, doch das soll sich mit Beginn der neuen Ausstellung ändern. Das Museum sucht einen neuen Namen für das Teammitglied. Da seine Stimme eher männlich klingt, werden männlich klingende Vorschläge gesucht.

Wer mitmachen möchte, kann Ideen per Mail an Naturkundemuseum.Presse@lwl.org oder via Facebook (LWLNaturkundemuseumMuenster) an das Museum schicken. „Wenn ein Name gefunden ist, wird sich der Roboter zukünftig persönlich den Besucherinnen und Besuchern vorstellen. Auch mit Gruppen hat er kein Problem, da eine 3D-Kamera im Kopf sowie weitere Kameras und Sensoren für ein sicheres Navigieren durch das Museum sorgen, selbst wenn mal ein Gast seinen Weg einschränkt“, erklärt Gerda Windau, Museumspädagogin des LWL-Museums.

„Wir haben das Modell auf einer Museumstour gesehen und waren sofort überzeugt, dass er perfekt ins Konzept der neuen Ausstellung passt“, sagt Ausstellungsmacherin Dr. Julia Massier. Denn ein großer Themenbereich der Sonderausstellung wird sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz beschäftigen, und der neue Mitstreiter gehört in dieses Forschungsgebiet. „Die Möglichkeiten ihn individuell anzupassen sind vielfältig. Er kann für bestimmte Räume und Objekte programmiert werden und fährt dann selbstständig dort hin. Falls ein Bereich ausgelassen oder übersprungen werden soll, ist das kein Problem. Und wenn er doch einmal jemanden berührt, bittet er um Entschuldigung“, so Massier.

Entwickelt wurde der Roboter von der Firma MetraLabs aus Ilmenau (Thüringen), die sich auf mobile Service-Roboter spezialisiert haben. „In der Ausstellung sprechen wir konkret das Thema Veränderung der Arbeitswelt und die Angst vor Jobverlusten an, welche mit dieser Entwicklung einher geht“, erklärt Massier.

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