Mi., 16.05.2018

Neue Technik im Cineplex Bewegliche Sitze - jede Explosion wird spürbar

Anselm Esch (l.) und Thilo Pickartz erläutern die neue Technik im großen Kinosaal des Cineplex am Albersloher Weg. Nur der Vorhang und die Sitze sind geblieben.

Anselm Esch (l.) und Thilo Pickartz erläutern die neue Technik im großen Kinosaal des Cineplex am Albersloher Weg. Nur der Vorhang und die Sitze sind geblieben. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Rund 500.000 Euro investiert Familie Esch, um den größten Kinosaal im Cineplex technisch zu modernisieren. Neben neuen Projektoren sorgen 80 Lautsprecher für einen neuen Raumklang. Fans von Actionfilmen können in beweglichen Sitzen das Geschehen auf der Leinwand miterleben.

Von Gabriele Hillmoth

Es rüttelt und schüttelt im Kinositz wie in einem Flugsimulator. Das Cineplex in Münster will in der Kinolandschaft neue Maßstäbe setzen. Blockbuster-Fans sollen damit zur Premiere von Deadpool 2 am 16. Mai auf ihre Kosten kommen. Licht, Lautstärke und bewegliche Sitze – mehr geht fast nicht.

Exklusive technische Neuerungen 

Das Cineplex in Münster gehört damit nach eigenen Angaben zu den drei Kinos in Europa, in denen neue Laser-Projektoren eingebaut worden sind. Die 250 Quadratmeter große Silber-Leinwand ist ebenfalls eine Neuanschaffung und optimiert die Projektion.

Die Bässe wummern. 80 Lautsprecher sind im Saal verteilt. Selbst von der Decke kommt der satte Ton. 90 000 Watt machen jede Explosion auf der Leinwand spürbar. Erst recht in den 15 Spezialsitzen, die gegen Aufpreis gebucht werden können. Für die erste Blockbuster-Runde am Mittwoch sind diese „D-Box-Motion-Seats“ allerdings schon vergeben.

Sobald Action auf der Leinwand ist, spüren die Zuschauer in den besonderen Stühlen, die nach Angaben von Esch 20 mal so teuer sein sollen wie ein normaler Kinositz, jede Erschütterung und jede Bewegung im Film nach. Da hilft es schon, wenn die Getränke festgehalten werden.

500.000 Euro Investition 

Rund 500.000 Euro investierten die „Münsterschen Filmtheaterbetriebe“ der Familie Esch, um ihren größten Kinosaal am Albersloher Weg zu modernisieren. Sechs Wochen blieb der Saal mit 630 Sitzplätzen während der Umbauphase geschlossen.

Die größte Veränderung vollzog sich im Soundsystem, erklärt der technische Geschäftsführer Anselm Esch. Rund zehn Kilometer Kabel wurden innerhalb des Saales gezogen, fügt Marketingleiter Thilo Pickartz hinzu. Allein für die Lichtarchitektur seien zusätzlich 1000 Meter LED-Profile verlegt worden.

Ein neues Kinoerlebnis 

Ziel war es, dass das Licht in Verbindung mit einer modernen Wandverkleidung für eine neue Stimmung sorgt. Damit kann der Raum künftig in das Geschehen auf der Leinwand einbezogen werden, freut sich Esch.

In der Summe, betont er, sollen alle Neuerungen ein neues Kinoerlebnis ermöglichen.



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