Sechs neue Hotels für Münster
Das „Atlantic“ wird das Flaggschiff

Münster -

Sechs neue Hotels entstehen in den kommenden Monaten in Münster: Das Flaggschiff wird das „Atlantic“ in Bahnhofsnähe sein. Schräg gegenüber werden ein „Novotel“ und ein Ibis-Budget gebaut. Doch damit nicht genug.

Samstag, 19.05.2018, 12:00 Uhr aktualisiert: 20.05.2018, 13:14 Uhr
Gleich sechs neue Hotels werden rund um Münsters Hauptbahnhof neu gebaut.
Gleich sechs neue Hotels werden rund um Münsters Hauptbahnhof neu gebaut. Foto: OpenStreetMap/Christ (Grafik)

Eines zeigt die aktuelle Fortschreibung der Tourismusstudie für Münster aus dem Jahr 2016 ganz deutlich: Es werden mehr und passende Hotelkapazitäten benötigt. Und zwar vor allem im mittleren Preissegment (zwei bis drei Sterne). Gerade mit Blick auf den Kongress-Standort Münster wünscht sich der Markt allerdings auch moderne Tagungseinrichtungen, sagt die Studie. Erwartungen und Potenzial seien hoch.

Sechs Hotels entstehen in den kommenden Monaten vor allem in Bahnhofsnähe, die sowohl Tagungs- und Businessgäste als auch Touristen ansprechen sollen. Allen voran das neue „Atlantic“ als Flaggschiff, das an der Engelstraße / Herwarthstraße gebaut wird. Noch fehlt die Statik, ist aus dem Stadthaus zu hören, weshalb die Verwaltung immer noch nicht die Baugenehmigung erteilt hat. „Wir erwarten sie innerhalb der nächsten Wochen“, sagt Holger Römer, Leiter der Unternehmenskommunikation der Zech-Gruppe, die der Bauherr ist.

Verschiedene Hotels sind in Planung

Das „Atlantic“ der Kategorie Vier-Sterne-Plus soll in 14 und 18 Monaten realisiert werden, 226 Zimmer mit 400 Betten in sechs Geschossen haben und in der obersten Etage eine Sky-Bar und einen großen Veranstaltungsraum bekommen.

Auf der schräg gegenüber liegenden Seite, an der Herwarthstraße / Ecke Von-Steuben-Straße, soll im Herbst mit dem Abriss der alten Stadtkasse begonnen werden. „Die Abrissgenehmigung wird kurzfristig erteilt“, sagt eine Stadtsprecherin, Der französische Investor Yvon Houbé plant dort aus dem Portfolio der Accor-Hotelgruppe ein Vier-Sterne-Novotel und ein Ibis-Budget der Zwei-Sterne-Kategorie. Beide Häuser sollen eine Kapazität von je 120 Betten haben.

Auch ein Hostel im Bau

Die Landmarken AG als Investor der Bauvorhaben auf der Ostseite (zum Bremer Platz) des neuen Hauptbahnhofs hat die Radisson-Gruppe im Gepäck, die dort ein „Prizeotel“ als Design-Hotel mit 195 Betten betreiben will. Auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs, am Berliner Platz 24/28, soll im früheren Schlecker-Markt neben dem Stadtwerke-Serviceladen ein Bed-and-Breakfast-Hotel entstehen. Im Bau ist ein Hostel mit 150 Betten, die sich auf rund 50 Zimmer über der Fast-Food-Kette Mc Donald‘s am Verspoel /Ecke Ludgeristraße verteilen.

Die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Münster, Renate Dölling, weiß, dass Kongress-Gäste gerne in Hotel-Ketten gehen, Individualreisende allerdings mehr Familienbetriebe schätzen würden. „Wenn alles, was geplant ist, realisiert wird, stellt sich allerdings auch die Frage, wie das die kleinen und mittelständischen Hotelbetriebe überleben“, sagt Dölling.

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