Do., 24.05.2018

Standort DJK-Sportschule Alpenverein präsentiert Plan für Kletterturm an der Coburg

Der Kletterturm des Alpenvereins soll auf dem Gelände der DJK-Sportschule an der Coburg entstehen. Der zweite Vorsitzende Christoph Jöst und Pressereferentin Maren Arndt sind optimistisch, den Turm im Herbst einweihen zu können.

Der Kletterturm des Alpenvereins soll auf dem Gelände der DJK-Sportschule an der Coburg entstehen. Der zweite Vorsitzende Christoph Jöst und Pressereferentin Maren Arndt sind optimistisch, den Turm im Herbst einweihen zu können. Foto: hpe

Münster - 

Der Trägerverein der DJK Sportschule an der Coburg und der Alpenverein Münster wollen ein gemeinsames Projekt auf den Weg bringen. Ein Kletterturm soll noch 2018 und vielleicht zwei jahre später eine eigene Übungshalle für die Bergsportler auf dem Areal entstehen.

Von Helmut P. Etzkorn

Der rund 5200 Mitglieder starke Alpenverein in Münster will bis September auf dem Gelände des DJK-Sportschul-Zentrums an der Grevener Straße einen Kletterturm errichten. Bis 2020 soll dann eine Sporthalle für die vereinseigene Seilschaft folgen.

„Wir werden die Attraktivität des Sportgeländes nachhaltig steigern“, sagt Christoph Jöst, zweiter Vorsitzender des Alpenvereins und Mitglied im Träger­verein des DJK-Zentrums. Jöst sieht das Engagement des Alpenvereins, für das im ersten Schritt rund 300.000 Euro in den Turm investiert werden, auch als Stärkung für den dauerhaften Erhalt der „wertvollen Bildungsarbeit in wunderschönen Sportstätten“.

Ursprünglich wollte die Sportschule nach 90 aktiven Jahren Ende 2018 schließen, weil der Beherbergungs- und Lehrgangsbetrieb seit Jahren defizitär ist. Nun will der Trägerverein die finanziell angeschlagene Sportschule wieder auf Kurs bringen. Ein Baustein im Sanierungskonzept ist der Alpenverein, der in den vergangenen Jahren eigentlich das Gasometer zum Kletter­zentrum ausbauen wollte. Das ehrgeizige Projekt scheiterte, weil der Verein die rund 800 000 Euro für die Sanierung des Industriedenkmals nicht aufbringen konnte. „Wir haben da viel Herzblut investiert und sind schon enttäuscht“, so Jöst.

Neuanfang im Zeichen der Kooperation

Nun der zweite Anlauf auf dem DJK-Areal: Der Verein will kurzfristig einen Raum des Bildungszentrums als Sektionszentrum anmieten und sehr schnell „sichtbare Erfolge an der Coburg vorweisen“. Kurzfristig soll auch eine Kletterwand in der bestehenden Turnhalle in­stalliert werden, damit das Training für die Sportkletter-Kindergruppe wieder in eigenen Räumlichkeiten möglich ist.

Der Sportschul-Träger­verein um den neuen Vorsitzenden Wolfgang Zalfen begrüßt die Pläne des Alpenvereins. Schwerpunkt sei es, die Belegung zu intensivieren, so Zalfen. Man stehe an einem Neuanfang und sei grundsätzlich bereit, auch die Aktivitäten des Alpenvereins einzubinden. Ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Kooperation beider Gruppierungen war es, den Alpenverein personell in den Trägerverein zu integrieren.

Bei der Hauptversammlung des Alpenvereins fanden die Pläne Zustimmung. „Alle sind optimistisch, und die Zusammenarbeit mit der DJK hat für beide Seiten nur Vorteile“, so Jöst.

Bei den Teil-Vorstandswahlen wurde Jöst als zweiter Vorsitzender bestätigt, Sebastian Busch bleibt Schriftführer, und Ausbildungsreferent ist Michael Janocha. 77 Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, fünf von ihnen gehören seit 60 Jahren dem Alpenverein an.



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