Zukunft des Schlaungymnasiums
Sanierung kommt – aber wie?

Münster -

Der Sanierungsbedarf des Schlaun-Gymnasiums ist immens – und die Stadt will das Gymnasium auch erhalten. Wie die Modernisierung vonstatten gehen könnte ist weiter völlig unklar. Die Politik macht jetzt Druck.

Donnerstag, 24.05.2018, 10:00 Uhr
Das Schlaun-Gymnasium an der Sonnenstraße.
Das Schlaun-Gymnasium an der Sonnenstraße. Foto: Oliver Werner

So viel ist seit dem vergangenen Herbst klar: Die Stadt hält definitiv am Schlaun-Gymnasium fest. Die Schule soll saniert werden, aber der Instand­setzungsbedarf ist so immens, dass weiter unklar ist, wie dies bei laufendem Betrieb geschehen kann. Die Fraktionen von CDU und Grünen im Rat fordern jetzt die Verwaltung auf, endlich die Planung zu konkretisieren und dafür alle Beteiligten noch vor den Sommer­ ferien an einen Tisch zu holen, so Schulausschussvorsitzende Angela Stähler (CDU).

Das soll auch geschehen, sagt Schulamtsleiter Klaus Ehling zu. Wie das Schlaun-Gymnasium indes möglichst schnell zu einem intakten Gebäude kommen soll, dafür gibt es noch keinen Plan. „Eine Sanierung bei laufendem Betrieb würde den Betrieb enorm stören und viele Jahre dauern“, sagt Ehling. Die Verwaltung hatte im vergangenen Jahr den Zeitraum von acht Jahren genannt.

Im Gespräch ist laut Ehling auch eine Komplett­verlagerung während der Bauzeit. Wo aber ein ganzes Gymnasium für mehrere Schuljahre provisorisch untergebracht werden könnte, weiß die Schulverwaltung auch nicht, wie Ehling zugibt. In der Diskussion sei weiterhin auch ein Neubau und damit eine Verlagerung des Schlaun-Gymnasiums nach Gremmendorf, wo auf dem Gelände der York-Kaserne ein großes Wohngebiet entsteht und das nahe gelegene Gymnasium Wolbeck bereits seit Jahren seine Kapazitäten bis an die Grenzen ausschöpft. Er ist sich mit der Politik und den Ver­tretern der jahrelang auf Sanierung drängenden Schule einig: Sich noch zehn Jahre Zeit zu lassen ist keine Option, das macht die Bau­substanz nicht mit.“

Am jetzigen Standort Sonnenstraße sieht die Ver­waltung lediglich Raum­kapazitäten für drei Züge. CDU und Grüne plädieren wegen der wachsenden Schülerzahl für einen Ausbau um einen ­weiteren Zug. Klar ist, dass die Gymnasien wegen der Rückkehr zur neunjährigen Schulzeit in absehbarer Zeit zusätzliche Räume benötigen.

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