Sa., 26.05.2018

Umweltministerin auf Heimatbesuch Svenja Schulze diskutierte mit münsterischen Umweltgruppen

Umweltministerin Svenja Schulze am Freitagabend im Gespräch mit Vertretern von münsterischen Umweltinitiativen in den Räumen der SPD am Bahnhof.

Umweltministerin Svenja Schulze am Freitagabend im Gespräch mit Vertretern von münsterischen Umweltinitiativen in den Räumen der SPD am Bahnhof. Foto: Karin Völker

Münster - 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze war am Freitagabend auf Heimatbesuch bei der SPD. Die hatten Vertreter münsterischer Umweltgruppen zum Austausch mit der Ministerin eingeladen.

Von Karin Völker

Svenja Schulze, die neue Umweltministerin der Groko in Berlin trägt zum ersten Termin bei den Genossen in Münster leuchtendes Grün – passend zum Ressort. Die SPD hat am Freitagabend Vertreter münsterischer Umweltinitiativen zum Austausch mit Svenja Schulze eingeladen, und die Resonanz ist groß. Knapp 40 Menschen aus zwölf Gruppen füllen den Saal und warten auf das Mitglieder Bundesregierung.

Fotostrecke: Porträt: Das ist Svenja Schulze

Schulzes Zug aus Berlin hat zehn Minuten Verspätung, sie kommt in Begleitung ihrer Sicherheitsleute zu Fuß vom Bahnsteig in die benachbarte Zentrale der SPD – eilt über die Treppen ins oberste Stockwerk und kommt und im kleinen Saal direkt zur Sache.

Schulze berichtet von ihrer Arbeit

Kurzer Tätigkeitsbericht der ersten Monate im Ministeramt: „Ich habe mich ganz schön angelegt mit der Autoindustrie, da brennt die Hütte“, erzählt sie zum Dieselskandal und zu ihrer Meinung nach „überall drohenden Dieselfahrverboten in den Städten“. Dabei hat sie nichts gegen Dieselautos – sie will aber die sauberen. Zweites Thema: Das Insektensterben und seine dramatischen Folgen für die Artenvielfalt insgesamt, die komplette Ökologie. Darüber will sie am Samstagvormittag auch am Stand der SPD am Stadthaus 1 mit münsterischen Bürgern sprechen. Doch erst einmal das Gespräch hier, Frage- und Antwort-Spiel mit engagierten Menschen, denen der Umweltschutz aus unterschiedlicher Perspektive ein Herzensanliegen ist.

„Hartes Ringen“ statt Harmonie

Sie wollen wissen, was die Bundesregierung zu tun gedenkt, um ihr Klimaschutzziel zu halten. Schulze macht wenig Umschweife, und erzählt wie schwer sie es mit dem Anliegen hat. „Deutschland fällt gerade beim Klimaschutz zurück.“ Immerhin: „Wir werden ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, das festlegt, wie das Ziel umgesetzt werden kann.“ Aber: 2020 werden wir es nicht schaffen, COwie beabsichtigt zu reduzieren“, sagt Schulze ganz offen – und regt sich hörbar und gestenreich darüber auf. SPD-Unterbezirksvorsitzender Robert von Olberg will noch wissen, ob denn alle beim Umweltschutz an einem Strang ziehen am Kabinettstisch in Berlin. Schulze seufzt und spricht von „hartem Ringen“. Sie rede mit allen, reibe sich mit den Kollegen anderer Ressorts, kurzum: „Reibung erzeugt Wärme, und es ist ganz schön warm in Berlin.“



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