So., 03.06.2018

37. Motorradtage des Vereins zur Förderung der Sicherheit motorisierter Zweiradfahrer Wetterfeste Biker gefragt

Viel Andrang trotz schlechten Wetters: Bei den 37. Motorradtagen am Mot-Treff-Kotten gab es für die Besucher neben Trainingsangeboten und Ausfahrten auch die Gelegenheit zu Benzin-Gesprächen und zum gemütlichen Austausch. Fotos: Claus Röttig

Viel Andrang trotz schlechten Wetters: Bei den 37. Motorradtagen am Mot-Treff-Kotten gab es für die Besucher neben Trainingsangeboten und Ausfahrten auch die Gelegenheit zu Benzin-Gesprächen und zum gemütlichen Austausch. Fotos: Claus Röttig

Münster-Coerde - 

So mancher Blick ging sorgenvoll zum Himmel auf die dunklen Wolken, die über dem Mot-Treff-Kotten aufzogen. Immer wieder prasselte Regen auf den Hof am Rande der Rieselfelder.

Von Claus Röttig

James Goldhagen, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Sicherheit motorisierter Zweiradfahrer, traf die Entscheidung: Die Nachtausfahrt, eines der Highlights der 37. Motorradtage, musste ausfallen. „Selbst wenn es nicht regnen sollte, sind die Straßen noch immer nass – und das Risiko wollen wir nicht eingehen.”

Doch sonst lief alles wie geplant: Ausfahrten durch das Münsterland, mal zur holländischen Grenze oder in den Teutoburger Wald, erfreuten sich wie in den Vorjahren großer Beliebtheit. „Wie sollen wir denn sonst Westfalen kennenlernen?”, sagte einer der Besucher aus der Nähe von Düsseldorf. Doch er hatte nicht die weiteste Anreise: Schon seit 1996 hält ein belgischer Motorradclub, die „Monkeys“, dem Mot-Treff die Treue. „Münster macht dem Motto ,Zu Gast bei Freunden‘ wirklich alle Ehre”, so Ernst Ross, Chef des bunten Haufens. „Das Motorrad fährt von ganz alleine hier hin”, so einer der „Monkeys“. Und für den Heimweg gebe es Autopilot. Nur das Maskottchen, ein Stoffaffe, war dieses Jahr zu Hause geblieben. Denn er war den Belgiern vor einigen Jahren schon einmal von den Mitgliedern des Mot-Treffs „geklaut“, „aber auch wieder in Belgien ausgelöst” worden, so die Geschichte.

Ein weiteres Highlight war der ökumenische Motorradgottesdienst: Es waren 42 Helme zu einem Kreuz gelegt worden, als der ökumenische Gottesdienst mit den Pfarrern Martin Elbert und An­dré Sühling begann. „So viel Andrang war schon lange nicht mehr, es freut uns umso mehr”, sagte die Pressesprecherin des Kottens, Beate Klann. Auch das Bullriding und der Technikworkshop, der das erste Mal stattfand, seien unglaublich gut angenommen worden.

Sicherheit war wieder ein wichtiges Thema. Hubert Schulze Welberg, einer der Standbetreiber am Mot-Treff, hatte eine Airbag-Weste dabei: „Die stammt aus dem Reitsport.” Bei einem Unfall wird eine kleine Gaskatusche gezündet, und die Weste bläst sich schlagartig auf. „Ich hatte einen Unfall, und dank der Weste habe ich keine Verletzungen davongetragen”, berichtete er.

Nach dem traditionellen Höhepunkt am Sonntag, dem Korso auf dem Prinzipalmarkt, ging es für alle zurück nach Hause. „Auch wenn der Regen uns manches Mal überrascht und Planungen umgeworfen hat, waren es tolle Tage”, so Goldhagen beim abendlichen Lagerfeuer. Eine Fahrerin ergänzte: „Im nächsten Jahr ist das Wetter wieder ganz anders: Neues Spiel, neues Glück.”  



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