Serie: Fünf Dinge, die mir wichtig sind
Das sind Adam Rieses Top Five

Münster -

1982 bis 83 war Adam Riese nach eigenem Bekunden Sänger verschiedener münsterischer Punk-Rock-Bands, die ausnahmslos unsagbar schlecht waren. Seitdem ist viel passiert. Der Tausendsassa ist mittlerweile als Buchautor und natürlich durch die Adam-Riese-Show stadtbekannt. Uns hat er verraten, welche fünf Dinge ihm besonders wichtig sind.

Montag, 04.06.2018, 16:30 Uhr aktualisiert: 04.06.2018, 16:41 Uhr
Serie: Fünf Dinge, die mir wichtig sind: Das sind Adam Rieses Top Five
Adam Riese Foto: privat

Adam Riese war drei Jahre alt, als er mit seinen Eltern vom Geburtsort Osnabrück nach Münster zog. In den 1980er-Jahren spielte er in Punk-Bands mit, moderierte die „Bad Taste Partys“ im Odeon und legte als DJ Schlager und Punk auf. Sein „Münsterbuch“ (mit Christa Farwick) erscheint demnächst in sechster Auflage. Seit 2007 moderiert der 51-jährige Unterhaltungskünstler vier Mal im Jahr die „Adam Riese Show“. 

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Foto: Martin Kalitischke

 

1. Dieser Samowar ist aus Istanbul, das neben Münster meine Lieblingsstadt ist. Im Juli werde ich zum 22. Mal dorthin fahren – mit meiner Frau, die türkische Wurzeln hat. Ich habe viele Freunde dort, spreche auch recht gut Türkisch. Ich kenne übrigens niemanden in Istanbul, der Erdogan gewählt hat. Den Samowar hat mir meine Frau geschenkt. Ich trinke nur Tee, keinen Kaffee. Einen Tag ohne Tee, den gibt es bei mir nicht. Am Liebsten natürlich Türkischen.

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Foto: Martin Kalitischke

2. Das Fahrrad ist mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel – auch, wenn ich Anzug oder Smoking trage. Selbst wenige Meter lege ich mit dem Rad zurück. 2014 hatte ich leider einen hässlichen Unfall. Bei einer scharfen Bremsung ging ich über den Lenker und erlitt einen Trümmerbuch im linken Arm. Im Krankenhaus war meine größte Sorge, dass für die OP mein neues orangenes Hemd (das ich hier trage) zerschnitten werden muss. Der Arzt konnte es retten!

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Foto: Martin Kalitischke

3. Diese Krawatte habe ich 2000 in Paris gekauft – und 2007 bei meiner ersten Adam-Riese-Show getragen. Heute finde ich sie fürchterlich, viel zu breit, die würde ich nicht mehr anziehen. 2012 wollte ich sie wegwerfen – doch dann hatte ich mich an meine erste Show erinnert. Einen Großteil meiner Kleidung kaufe ich übrigens auf Reisen – oder bei „Lunau“ in Münster. Die Schuhe auf dem großen Foto habe ich ebenfalls in Münster gekauft, bei „Pomp“.

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Foto: Martin Kalitischke

4. Die Schallplatte ist von den „Bad Brains“, einer Hardcore-Punkband. Als die 1993 in Osnabrück auftrat, fuhr ich mit meinen Freunden hin. Einer aus unserer Clique war bei Konzerten immer so blau, dass er rausgetragen werden musste. Für das Konzert der „Bad Brains“ nahm er sich fest vor, nüchtern zu bleiben. Als er beim Stagediving von der Bühne sprang, teilte sich das Publikum wie das Rote Meer. Er landete auf dem Boden und musste verletzt rausgetragen werden.

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Foto: Martin Kalitischke

5. Das Radio besaßen meine Eltern bereits, als ich noch gar nicht auf der Welt war. Das Modell heißt „Loewe Opta“. Als Kind habe ich im Radio immer Schlager gehört, Vico Torriani, Jürgen Marcus und so, bevor ich dann in den 1970er Jahren zum Punk kam. Heute ist das Radio nicht mehr so oft in Betrieb. Spätestens 30 Sekunden, nachdem ich es angeschaltet habe, fliegen nämlich in meiner Wohnung alle Sicherungen raus.

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