Traumberuf Lokführer
Eurobahn umwirbt in Münster potenzielle Mitarbeiter

Münster -

Lokführer sind gefragt. Auch die Eurobahn sucht händeringend nach neuen Mitarbeitern. Rund 100 Stellen sind aktuell nicht besetzt. Nun wirbt das Unternehmen mitten im Hauptbahnhof.

Dienstag, 05.06.2018, 08:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2018, 08:41 Uhr
Personalreferentin Stefanie Steinbirchner (l.) und Unternehmenssprecherin Nicole Pizzuti warben am Montag für die Eurobahn.
Personalreferentin Stefanie Steinbirchner (l.) und Unternehmenssprecherin Nicole Pizzuti warben am Montag für die Eurobahn. Foto: Klaus Baumeister

Als Personalreferentin hat sich Stefanie Steinkirchner vorgenommen, den Beruf des Lokführers attraktiver zu machen. Als Unternehmenssprecherin hat sich Nicole Pizzuti vorgenommen, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und das Thema „Bahnfahren“ aus den Negativ-Schlagzeilen herauszuholen.

Beide Frauen arbeiten bei der Firma Keolis, welche die Nahverkehrszüge der Eurobahn betreibt und allein den münsterischen Hauptbahnhof mit sieben Linien ansteuert. Beide Frauen stehen an diesem Montagnachmittag im Hauptbahnhof.

Klagen über Zugausfälle

Dass zwischen dem Mangel an ausgebildeten Lokführern und den vielen Klagen über Zugausfälle ein Zusammenhang besteht, räumen beide im Gespräch mit unserer Zeitung gerne ein.

Die Eurobahn beschäftigt aktuell 440 Lokführer. „Wir brauchen 100 weitere“, beschreibt Steinkirchner die Aufgabe, vor der sie steht. In der Vergangenheit hätten sich konkurrierende Bahnunternehmen die Lokführer gegenseitig abgeworben. Jetzt herrsche die Erkenntnis vor, dass man in die Ausbildung investieren müsse. „Für viele war es mal eine Traumberuf“, hofft die Referentin auch auf Quereinsteiger.

Gespräche mit Fahrgästen

Unternehmenssprecherin Pizzuti nimmt aus den Gesprächen mit Fahrgästen mit, dass diese im Falle von Ausfällen und Verspätungen besser informiert werden wollen. Vielleicht sei dabei Whatsapp ein gutes Mittel, erklärte sie.

Ansonsten warb sie um Verständnis. Viele Verspätungen bei Nahverkehrszügen hätten ihren Grund darin, dass der Lokführer auf der Strecke einem ICE den Vorrang gewähren müsse.

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