Kanalwasser nicht die Lösung
Jugendrat lehnt Schließung von Wasserwerken ab

Münster -

Was interessiert münsterische Jugendliche in der Kommunalpolitik? Nicht nur die Öffnungszeiten von Schwimmbädern oder die Ausstattung der Schulen. Sondern auch das Wasserversorgungskonzept der Stadtwerke. Denn die Schließung zweier Wasserwerke lehnen sie klar ab.

Donnerstag, 07.06.2018, 18:00 Uhr
Noah Börnhorst
Noah Börnhorst Foto: Oliver Werner

Der Jugendrat, die gewählte Vertretung der münsterischen Jugendlichen bezieht in einer Pressemitteilung Stellung zu dem Wasserversorgungskonzept der Stadtwerke, näherhin zu dem Plan, die Wasserwerke im Geistviertel sowie in Kinderhaus zu schließen.

Das Ergebnis ist eine klare Ablehnung. „Wir halten es für unverantwortlich, über 50 Prozent des Wassers aus dem Dortmund-Ems-Kanal zu beziehen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit spielt der Jugendrat auf die Absicht der Stadtwerke an, den bereits sehr hohen Wasserbezug aus dem Kanal noch zu steigern.

Kontroverse Debatte

Nach Auskunft von Noah Börnhorst, Vorstandsmitglied des Jugendrates, haben sich rund 20 Mitglieder aktiv mit dem Thema beschäftigt und sowohl Vertreter der Stadtverwaltung als auch der Bürgerinitiative gehört, die das Wasserkonzept ablehnt. Die Debatte sei kontrovers gewesen, am Ende aber mit der Empfehlung an den Rat, mit „Nein“ zu stimmen.

Die Zukunft der Wasserversorgung, so Börnhorst, habe wegen ihrer langfristigen Wirkung für „junge Menschen eine hohe Relevanz“. Der Jugendrat lehne es ab, heißt es in der Erklärung, „Wasserschutzgebiete aufzugeben, ohne neue zu schaffen“. Die Fixierung auf den Kanal widerspreche einer „klugen Risikostreuung“, da auf dem Kanal „permanent das Risiko einer Havarie“ bestehe.

Der Rat entscheidet in der Sitzung am 4. Juli.

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