Di., 12.06.2018

Debatte im Sportausschuss Stadionfrage bleibt ohne Antwort

Debatte im Sportausschuss: Stadionfrage bleibt ohne Antwort

Endgültig entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 4. Juli über den Sportpark Berg Fidel. Foto: Uwe Renners

Münster - 

In der Stadionfrage bleiben die politischen Fronten verhärtet. Das zeigte sich am Dienstag im Sportausschuss, der über den Bebauungsplan zum Sportpark Berg Fidel debattierte. Während CDU und Grüne das in den Planungen vorgesehene zweitligataugliche Fußballstadion für bis zu 20 000 Besucher lobten, hagelte es von den anderen Parteien Kritik.

Von Dirk Anger

„Was hier zur Beschlussfassung steht, entspricht nicht den Wünschen des Vereins“, spielte Ratsherr Philipp Hagemann auf die Bestrebungen des SC Preußen Münster an, in Bösensell eine bundesligareife Arena für bis zu 40 000 Zuschauer bauen zu wollen. Gleichzeitig beschrieb der SPD-Politiker die gesamte Situation als „ziemliches Dilemma“. Als „konsequent und folgerichtig“ bezeichnete dagegen Grünen-Vertreter Klaus Rosenau die per Ratsbeschluss schon im Dezember 2014 auf den Weg gebrachte Planung – zumal sie eine Perspektive für den Jugendbereich der Preußen böte.

Stadion: Neuer Vertrag 2019

Muss die ausgegliederte Profi-Mannschaft des SC Preußen Münster künftig Miete für das alte Stadion an der Hammer Straße zahlen? Das entscheidet sich erst im kommenden Jahr. Es gebe verschiedene Varianten, erklärte Sportamtsleiter Michael Willnath nach einem Gespräch mit Bernd Niewöhner, Geschäftsführer der neuen Kapitalgesellschaft. Man habe die gegen­seitigen Standpunkte aus­getauscht. Vor der Sommerpause soll es noch ein weiteres Treffen geben. Ziel sei es, Anfang nächsten Jahres zu einem abschließenden Ergebnis zu kommen. Die anstehende Saison sei ab­gesichert, so Willnath. Die Bezirksregierung hatte die Stadt aufgefordert, den mit dem eingetragenen Verein Preußen Münster geschlossenen Überlassungsvertrag für das Stadion nach der Ausgliederung der Profis neu zu verhandeln. Unterdessen stimmten CDU und Grüne im Sportausschuss dem neuen Bebauungsplan für den Sportpark Berg Fidel zu.  

FDP will warten

Sandra Wübken (FDP) regte an, mit der Verabschiedung des Bebauungsplans zu warten, bis es eine „definitive Auskunft des SCP“ in Sachen Stadion gebe. Christoph Kattentidt (Grüne) entgegnete, dass mit dem Bebauungsplan Berg Fidel „eine seriöse Planung für den SCP“ möglich sei.

Entscheidung am 4. Juli

Als aufmerksamer Zaungast verfolgte Preußen-Präsident Christoph Strässer die Debatte im Sportausschuss. Endgültig entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 4. Juli über den Sportpark Berg Fidel. Er regelt die unterschiedlichen sportlichen Nutzungen in diesem Bereich, unter anderem auch für Beach-Volleyball, wie CDU-Ratsfrau Karin Reismann lobend erwähnte.

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