Mi., 13.06.2018

Das Leibgericht hilft heilen St.-Franziskus-Hospital möchte Ernährungsberatung für Kinder ausbauen

Die Diätassistentin Christine Müller bereitet in der Küche des St.-Franziskus-Hospitals Fischstäbchen zu – eines der Lieblingsgerichte vieler kleiner Patienten.

Die Diätassistentin Christine Müller bereitet in der Küche des St.-Franziskus-Hospitals Fischstäbchen zu – eines der Lieblingsgerichte vieler kleiner Patienten. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Münster - 

Fischstäbchen, Pommes, Schnitzel, Nudeln, Pizza, Burger, Eis, Pudding – das steht bei vielen Kindern ganz oben auf der Liste ihrer Leibspeisen. Bei den kleinen und großen Patienten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des St.-Franziskus-Hospitals ist das nicht anders. Deshalb gibt es für sie einen besonderen Speiseplan: „Hits für Kids“, der neben gesundem Salat und frischem Obst viele der beliebten Dauerbrenner berücksichtigt.

Warum selbst in einem Krankenhaus nicht ausschließlich gesundes Essen auf dem Plan steht, erklären zwei der Diätassistentinnen des Hospitals: Christine Müller und Kerstin Lemper: „Bei der Verpflegung unserer kleinen Patienten geht es in erster Linie um kindgerechtes Essen. Wenn die Kinder Schmerzen und Angst empfinden, muntert das Lieblingsgericht schnell auf“, so Kerstin Lemper.

Auch andere Gründe spielen eine Rolle: „Häufig wünschen sich die Kinder die Gerichte, die die Eltern zu Hause kochen. Dann sind Fischstäbchen nicht einfach nur Fischstäbchen, sondern ein Stück Heimat im Krankenzimmer“, ergänzt Christine Müller. Auch Sonderwünsche außerhalb des Speiseplans erfüllt das Küchenteam nach Angaben des St.-Franziskus-Hospitals: So kommt es durchaus vor, dass ein Mitarbeiter spontan das ersehnte Lieblingsbrot im nächsten Supermarkt besorgt.

Das Küchenteam achtet auf ausgewogene Ernährung der kleinen Patienten. Bei Kindern, die aufgrund bestimmter Erkrankungen wie Zöliakie, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten nicht alles essen dürfen, führen die Diätassistenten zusammen mit den Eltern und Kindern umfangreiche Beratungsgespräche. Christine Müller und Kerstin Lemper wünschen sich hierfür allerdings mehr Platz: „Die engen Räume der Kinderstation machen eine spontane Ernährungsberatung auf den Zimmern momentan unmöglich“, bemängelt Christine Müller.

Durch den Umbau der Kinderklinik soll es mehr Raum und zusätzlich zu den Sprechzeiten eine patientennahe, flexible Beratung auf den Zimmern geben. Ein weiteres Plus durch den Umbau: Die Kinder können ihr Lieblingsessen in den größeren Räumen auch zusammen mit ihren Eltern auf dem Zimmer einnehmen.



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