Do., 14.06.2018

ASB Münsterland weiht Wünschewagen ein Traumhaftes Projekt

Nazan Aynur (ASB Ruhr, v.l.), Kathrin Froneberg (ASB Münsterland), Martina Brosch (ASB Münsterland), André Weber (ASB Münsterland), Renate Sallett (Landesvorstand ASB), Dr. Georg Scholz (ASB-Landesvorsitzender) und Annika Schulze Aquack (ASB Ruhr) freuen sich in Münster über den 22. ASB-Wünschewagen deutschlandweit.

Nazan Aynur (ASB Ruhr, v.l.), Kathrin Froneberg (ASB Münsterland), Martina Brosch (ASB Münsterland), André Weber (ASB Münsterland), Renate Sallett (Landesvorstand ASB), Dr. Georg Scholz (ASB-Landesvorsitzender) und Annika Schulze Aquack (ASB Ruhr) freuen sich in Münster über den 22. ASB-Wünschewagen deutschlandweit. Foto: Björn Meyer

Münster - 

Ein umgebauter Krankenwagen soll ab sofort sterbenskranken Menschen im Münsterland dabei helfen, dass ihr letzter großer Wunsch in Erfüllung geht.

Von Björn Meyer

Die letzten Wünsche Sterbenskranker, sie sind den Menschen seit je her heilig. Doch längst nicht immer können diese Wünsche auch erfüllt werden. Häufig mangelt es einfach an den Möglichkeiten, die Freunden und Familie zur Verfügung stehen. Um derartige Hindernisse zu umgehen, hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Münsterland ab sofort einen sogenannten Wünschewagen bei sich stationiert.

„Als ich das erste Mal von diesem Projekt gehört habe, war ich sofort begeistert“, gesteht André Weber, Vorstandsvorsitzender des ASB Münsterland. Seitdem ist einige Zeit ins Land gegangen. Über 20 ASB-Wünschewagen gibt es mittlerweile, seit Mittwoch ganz offiziell auch einen in Münster.

Das letzte Mal mit der Familie in den Zoo

Der umgebaute Krankentransportwagen ist laut ASB speziell auf die Anforderungen schwer kranker Menschen abgestimmt. Mindestens ein Rettungssanitäter nebst notfallmedizinischer Ausstattung ist immer mit an Bord. Doch im Mittelpunkt steht nicht die Ausstattung, sondern der Fahrgast. Der nämlich bestimmt letztlich das Fahrtziel – und zwar für ihn und eine Begleitung kostenfrei. Das letzte Mal mit der Familie in den Zoo oder ins Fußballstadion. Ein letztes Mal in die Berge oder das Meer sehen – in Absprache mit dem Team des ASB ist vieles möglich.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Veranstalter häufig großzügig zeigen“, sagt Weber, der gleichzeitig verdeutlicht, dass nicht nur der rund 150 000 Euro teure Wagen angeschafft werden musste, sondern auch Unterstützer gefunden werden müssen. „Das gesamte Projekt wird aus Spenden und Eigenmitteln sowie durch ehrenamtliche Arbeit gestemmt“, macht Weber klar, wie wichtig dem ASB die Wünschewagen sind.

Neues Fahrzeug kommt

„Fast alles kann umgesetzt werden“, sagt Weber, lediglich die Transportfähigkeit des Patienten müsse selbstverständlich gegeben sein. Dass das Projekt nicht nur ASB-Mitarbeiter, sondern auch viele andere Menschen bewegt, zeigte sich bei der Inbetriebnahme des Wünschewagens, der derzeit noch ein altes Modell des ASB Ruhr ist, demnächst aber gegen ein neues ausgetauscht wird, am Mittwoch. Zahlreiche freiwillige Helfer hatten sich nach einem ersten Aufruf bereits gemeldet. Die bekommen demnächst eine spezielle Schulung. Denn, auch das macht der ASB deutlich, nicht für jeden sei die Begleitung todkranker Patienten das richtige Betätigungsfeld.

Wer mithelfen oder spenden möchte, oder sich für eine Fahrt im Wünschewagen bewerben will, der erreicht den ASB-Wünschewagen Münsterland unter ✆ 02 51 / 28 97 270.



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