Mi., 13.06.2018

Debatte im Personalausschuss Streitfall Quartiersmanager

Debatte im Personalausschuss: Streitfall Quartiersmanager

Foto: Britta Pedersen

Münster - 

Für bis zu drei Pilot-Projekte zur nachhaltigen Quartiersentwicklung will das schwarz-grüne Ratsbündnis zweieinhalb Personalstellen freigeben. Aufgebaut werden soll damit ein sogenanntes Quartiersmanagement. Im Personalausschuss gab es massive Kritik an der entsprechenden Verwaltungsvorlage.

Von Dirk Anger

 „Ich bin massiv irritiert“ – mit diesen Worten verschaffte sich Linke-Fraktionschef Rüdiger Sagel Luft. Es sei doch völlig unklar, was hier laufen solle, ließ er an dem vierseitigen Verwaltungsvorschlag wenig Gutes. In die gleiche Kerbe schlug SPD-Ratsfrau Dr. Cornelia Jäger: „Das Konzept ist nicht ausgereift.“ Es sei viel zu schwammig, als dass Bürger davon etwas haben könnten.

Die Leiterin des Amtes für Wohnungswesen hatte in der Sitzung keinen leichten Stand. Brigitte Regenitter verwies auf gute Erfahrungen mit Quartiersmanagern im früheren Pro­blemgebiet Osthuesheide, stellte Verbesserungen am Wohnungsmarkt in Aussicht und verteidigte die Einrichtung unbefristeter Stellen damit, dass ansonsten kein geeignetes Personal zu bekommen sei.

Bei Jörg Berens stieß sie damit auf kein Verständnis: „Mit fehlt die Fantasie, wie einzelne Quartiersmanager dafür sorgen sollen, dass Mieten sinken“, so der FDP-Ratsherr. Und Wohnungen würden damit schon gar nicht geschaffen. „Wer Quartiersmanagement mit bezahlbarem Wohnraum verknüpft, wirft eine Nebelkerze“

Dagegen verteidigte Grünen-Fraktionschef Otto Reiners den Pilot-Versuch, „um neue Wege zu gehen“. Es brauche Kümmer im Quartier. Abgestimmt wurde im Ausschuss nicht, weil die CDU noch Beratungsbedarf angemeldet hatte. Allerdings stimmten CDU und Grüne dem Quartiersmanagement am Bremer Platz zu.



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