Do., 14.06.2018

Jugendausschuss Debatte um Schulsozialarbeit

Jugenddezernent Thomas Paal 

Jugenddezernent Thomas Paal  Foto: Günter Benning

Münster - 

Die SPD im Jugendausschuss stellte sich mit der Forderung nach mehr Sozialarbeiterstellen an den Schulen gegen das von der Verwaltung vorgelegte Konzept. Sie erhielt damit keine Mehrheit.

Von Karin Völker

Das Konzept der Verwaltung. die städtischen Personalressourcen für Schulsozialarbeit neu zu verteilen, ist im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien am Mittwochabend nach intensiver Debatte auf mehrheitliche Zustimmung gestoßen. Die Fraktionen von CDU und Grünen begrüßten einhellig, teilweise auch Vertreter von Piraten, FDP und Linken die neue Justierung des Stellenplans entsprechend eines Indikatorensystems (wir berichteten). Insgesamt stehen für die nächsten beiden Schuljahre 5,25 Stellen zusätzlich zur Verfügung.

Die SPD enthielt sich nach der einstündigen Diskussion. Ihr Änderungsantrag war von den anderen Fraktionen zuvor weitgehend abgelehnt worden. Kern der SPD-Forderung: die Kapazitäten für Schulsozialarbeit sollten erweitert werden, jede Schule müsse zumindest eine halbe Stelle bekommen. Nach dem nun vorgelegten Plan, der für die nächsten zwei Jahre gelten soll, erhalten zwölf Grundschulen gar keine Personalkapazitäten an städtischer Schulsozialarbeit. Außerdem wollten die Sozialdemokraten die Stellenverteilung für einen längeren Zeitraum als zwei Jahre beschießen: „Sozialarbeit ist Beziehungsarbeit“, betonte SPD-Ratsfrau Anne Schulze-Wintzler. Beide Punkte forderten den Widerspruch von Verwaltung und der Fraktionen von CDU und Grünen heraus. Jugenddezernent Thomas Paal erklärte, er finde es „schwierig, über die Verteilung von Personalkapazitäten zu entscheiden, die es im städtischen Haushalt nicht gebe. Eine Überprüfung der Sozialindikatoren in den Schulen alle zwei Jahre hielten neben der Verwaltung auch die anderen Fraktionen für angemessen. So habe sich an einigen Schulen bereits innerhalb eines Jahres – solange läuft die Modellphase des Konzepts – die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft enorm verändert.



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