Do., 14.06.2018

Platz am Kiepenkerl Gedenktafel soll an Amokfahrt in Münster erinnern

Blumen und Kerzen nach der Amokfahrt am Kiepenkerl. Bald soll eine Gedenktafel an die Opfer erinnern.

Blumen und Kerzen nach der Amokfahrt am Kiepenkerl. Bald soll eine Gedenktafel an die Opfer erinnern. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Am Kiepenkerlplatz soll bald eine Gedenktafel an die Opfer der Amokfahrt erinnern. Dies hat die Stadtverwaltung beschlossen.

Von Karin Völker

Am Kiepenkerlplatz, wo durch einen Amokfahrer am 7. April drei Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, soll nun doch eine Gedenktafel an das schreckliche Geschehen erinnern. Der Verwaltungsvorstand hat entschieden, dass die Stadt dort eine Gedenktafel anbringen lässt, sagt der Sprecher der Stadtverwaltung, Joachim Schiek. Der Wunsch danach sei „von verschiedener Seite“ an die Stadt herangetragen worden.

„Im Gedenken an die Opfer des 7. April 2018“: Diese Aufschrift werde die Gedenktafel aus Edelstahl etwa in der Größe eines DIN-A4-Papiers tragen, kündigt Joachim Schiek an.

Ort steht noch nicht genau fest

Die Herstellung werde nun in Auftrag gegeben. „Es wird ein paar Wochen dauern, bis die Tafel fertig ist“, sagt Schiek und ergänzt, dass noch nicht genau feststehe, wo die Tafel ins Pflaster eingelassen werde.

„Wir wollen vermeiden, dass die Tafel in direkter Nachbarschaft oder gar mitten im Bereich der Tische und Stühle der Außengastronomie platziert wird“, erläutert der Pressesprecher weiter. Es wäre sehr unpassend, wenn Getränke aus Versehen über die Tafel kippen könnten oder heiter gestimmte Gäste gar auf der Tafel die Füße stellen würden. Darum kommt nach Auffassung der Stadtverwaltung lediglich der Bereich der Zufahrt auf den Platz infrage, wo keine Bestuhlung steht. Zusammen mit dem Tiefbauamt werde der genaue Platz noch abgestimmt.

Gastronomen anfangs zurückhaltend

Mit den Gastronomen vom Kiepenkerlplatz sei das Anbringen der Gedenktafel abgesprochen, so Schiek. Sie hatten sich unmittelbar nach der Amokfahrt zurückhaltend zu diesem Thema geäußert.

Die Kerzen und Blumen, mit denen nach der Tat viele Menschen direkt am Kiepenkerlbrunnen der Opfer gedachten, sind seit einiger Zeit verschwunden. Auf den Platz ist das fröhliche Leben wieder zurückgekehrt.

Fotostrecke: Chronologie der Amokfahrt in Bildern



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