Steinwerfer am Münnichweg
Gefährliche Geschosse vom Bahndamm

Münster -

Ein Kind ist von den Wurfgeschossen eines unbekannten Steinewerfers getroffen worden. Die Polizei wurde bereits zwei Mal hinzugezogen.

Dienstag, 19.06.2018, 13:34 Uhr aktualisiert: 19.06.2018, 15:51 Uhr
Diese Steine landeten in dem angemieteten Garten unterhalb des Bahndamms.
Diese Steine landeten in dem angemieteten Garten unterhalb des Bahndamms. Foto: privat

Von einem Bahndamm am Münnichweg in Gremmendorf sind zwischen Samstag und Montag mindestens in zwei private Gärten Steine geworfen worden. In einem Fall sind die Steine laut Zeugenaussagen sogar offenbar gezielt auf Personen geworfen worden. „Der Kopf meines Mannes wurde nur knapp verfehlt, unsere siebenjährige Enkeltochter wurde am Rücken getroffen“, erzählt eine betroffene Anwohnerin. Das Kind habe allerdings keine körperlichen Schäden von der Attacke davon getragen. Die Polizei ermittelt dennoch wegen versuchter Körperverletzung.

Dieser erste Vorfall habe sich am Samstag ereignet, doch auch an den Folgetagen seien weiter Steine in den Garten geworfen worden. „Da waren wir aber nicht im Garten, sondern haben nur die Steine gefunden“, erzählt die Münsteranerin. Am Samstag habe man einen jungen Mann gesehen. „Mein Mann hat ihm, noch hinterhergeschrien“, ergänzt die Dame. Doch die herbeigerufene Polizei habe den Täter nicht mehr feststellen können.

Garten für Kinder vorerst tabu

Auf sich beruhen lassen wollte die Familie die Vorfälle dennoch nicht. „Wir haben die Nachbarn informiert“, immerhin gehe von den Steinen eine Gefahr aus, denn: „Das waren ordentliche Kaliber“, erzählt die Mieterin des Gartens am Bahndamm.

Unter besonderem Eindruck der Vorkommnisse habe die Enkeltochter gestanden. „Das macht einem schon Angst“, hat der Steinewerfer bei der Familie einen sehr unrühmlichen Eindruck hinterlassen. Auch die Mutter des Mädchens ist bestürzt: „Ich werde meine drei kleinen Kinder jedenfalls vorerst nicht mehr zu Oma und Opa in den schönen Garten lassen. Da bleiben Trampolin, Schaukel und Sandkasten wohl erst einmal leer“, teilt sie mit.

Seitdem die Polizei am Montag das zweite Mal vor Ort gewesen sei, hat es aber immerhin keine weiteren Vorfälle mehr zu verzeichnen gegeben.

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