Kirmes auf dem Schlossplatz
Personalsorgen an der Geisterbahn

Münster -

Vom 21. bis 25. Juni findet auf dem Schlossplatz der Sommersend statt. Insgesamt 220 Beschicker haben sich angemeldet, ein nostalgisches Riesenrad wird aufgebaut und ein zweistöckiges Gruselkabinett soll ebenfalls begeistern.

Dienstag, 19.06.2018, 18:40 Uhr
Spukgestalten und Superhelden gibt es auf dem Sommersend zu sehen. Marktmeister Thomas Lehmkuhl, Johannes Lammers vom Ordnungsamt und Schausteller-Chef Fritz Heitmann (v.l.) haben sich schon mal erste Eindrücke in der Gruselwelt gesammelt.
Spukgestalten und Superhelden gibt es auf dem Sommersend zu sehen. Marktmeister Thomas Lehmkuhl, Johannes Lammers vom Ordnungsamt und Schausteller-Chef Fritz Heitmann (v.l.) haben sich schon mal erste Eindrücke in der Gruselwelt gesammelt. Foto: Helmut Etzkorn

Kurz vor Eröffnung des Sommersends am Donnerstag (21.6.) gehen manchen Schaustellerbetrieben die Arbeiter aus. So mussten die Betreiber der schon angekündigten Geister- und Achterbahn „Spuk“ ebenso wie die Inhaber des „Beach-Jumpers“ kurzfristig ihre Teilnahme an der Kirmes in Münster absagen, weil die rumänischen Wanderarbeiter nach einem Heimaturlaub nicht mehr zurück nach Deutschland kamen. Auch andere Fahrgeschäfte haben Personalsorgen

„Die Arbeitsbedingungen im Heimatland haben sich verbessert. Deutschland ist als Arbeitsplatz auf Zeit nicht mehr so begehrt“, sagt Schaustellerchef Fritz Heitmann. In einigen Jahren, so befürchtet er, werden personalintensiv betriebene Fahrgeschäfte von den Rummelplätzen verschwunden sein. Ähnliche Probleme mit fehlenden Erntehelfern aus Osteuropa meldeten vor einigen Wochen schon die Spargel-und Erdbeerbauern.

„Ersatzgeisterbahn“ angerollt

Die Stellplätze auf dem Schlossplatz bleiben zum Glück nicht leer. Eine „Ersatzgeisterbahn“ aus Trier rollt zur Fünf-Tage-Kirmes an und auch für den „Jumper“ soll es einen nicht minder flotten „Hopser“ als „Bewegungsabenteuer“ für junge Besucher geben.

Sommersend-Aufbau in Münster

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  • Zwei Tage vor Eröffnung ist der Aufbau der Fahrgeschäfte und Buden bereits weit vorangeschritten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eröffnet wird der Sommersend auf dem Schlossplatz am Donnerstag (21. Juni).

    Foto: hpe
  • An allen Tagen geht‘s um 14 Uhr los, die Verkaufsgeschäfte und Ausschankbetriebe öffnen bereits um 12 Uhr.

    Foto: hpe
  • Am Sonntag (24. Juni) beginnt der Frühschoppen um 11 Uhr.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Freitag (22. Juni) und Samstag (23. Juni) schließt der Send um 24 Uhr seine Pforten, an allen anderen Tagen um 23 Uhr.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Donnerstag ist Familientag mit 30 Prozent Ermäßigung bei allen Fahr- und Belustigungsgeschäften: Die Verkaufsgeschäfte senken den Preis eines Hauptartikels um mindestens 25 Prozent.

    Foto: hpe
  • Am Montag (25. Juni) ist „Twin-Day“: Wer die kostenlose Stadtwerke Plus-Card besitzt, erhält beim Kauf eines Tickets ein zweites gratis dazu.

    Foto: hpe
  • Klassiker auf dem Send sind die beiden münsterschen Autoscooter.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Undenkbar auch das Kirmesvergnügen ohne Feuerwerk: Es wird am Freitag (22. Juni) gegen 22.30 Uhr den nächtlichen Himmel zum Funkeln bringen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Spukgestalten und Superhelden gibt es auf dem Sommersend zu sehen. Marktmeister Thomas Lehmkuhl, Johannes Lammers vom Ordnungsamt und Schausteller-Chef Fritz Heitmann (v.l.) haben sich schon mal erste Eindrücke in der Gruselwelt gesammelt.

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  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke

Der Zugang zum Send aus Richtung Frauenstraße und Überwasserstraße ist wieder uneingeschränkt möglich, weil die Bauarbeiten für die neuen Anti-Terror-Poller in diesem Bereich abgeschlossen sind. Einige Querungen auf dem Schlossplatz sind zusätzlich asphaltiert worden, der Besucher behält künftig auch an typischen Sendtagen trockene Füße, so Johannes Lammers vom Ordnungsamt. Bislang war der der Rundlauf geteert, auf den geschotterten Nebenwegen bildeten sich nach Regenfällen schnell Pfützen.

220 Beschicker auf der Sommerkirmes

Zu den Highlights dürfte das nostalgische Riesenrad „Roue Parisienne“ auch deshalb zählen, weil eine der 36 drehbaren Gondeln für Rollstuhlfahrer nutzbar ist und je nach Wetterlage das Dach der Fahrkabine geöffnet werden kann. Neu ist das krakenartige Fahrgeschäft „Heroes“ im Look berühmter Comicfiguren, das seine Gäste in Schräglage mit hoher Beschleunigung um die eigene Achse wirbelt.

Weitere Informationen zum Sommersend

Der Send wird am Donnerstag, 21. Juni, eröffnet und geht bis einschließlich Montag (25. Juni) von 12 Uhr bis 23 Uhr. Verkaufsgeschäfte und Ausschankbetriebe öffnen schon um 12 Uhr.  Am Freitag und Samstag kann bis Mitternacht gefahren werden, am Sonntag startet das Rummelvergnügen bereits um 11 Uhr mit einem Frühschoppen.

Am Donnerstag ist Familientag mit 30 Prozent Ermäßigung bei allen Fahr- und Belustigungsgeschäften. An den Verkaufsbuden gibt es Rabatte. Am Montag ist „Twin-Day“. Inhaber einer Stadtwerke Plus-Card erhalten beim Kauf eines Tickets einen zweiten Fahrchip kostenlos dazu. Das Feuerwerk wird am Freitag gegen 22.30 Uhr abgebrannt.

Auf Taschenkontrollen an den Eingängen wird zwar verzichtet, dennoch sollten Rucksäcke am besten gar nicht mitgebracht oder in einem bereit stehenden Container deponiert werden. Ordnungsamt und Polizei laufen Streife und werden sporadisch kontrollieren. 

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Insgesamt kommen 220 Beschicker zur Sommerkirmes nach Münster, Heitmann rechnet trotz parallel laufender Fußballweltmeisterschaft mit bis zu 250 000 Besuchern. Am Samstagabend, wenn die deutsche Elf ihr Zitterspiel gegen Schweden startet, wird der Andrang wohl „überschaubar sein“ (Heitmann). Ein Public Viewing wird es zwar auf dem Send nicht geben, aber zumindest bei den Schankwirten sollen TV-Geräte aufgestellt werden.

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