Thema „Gutes Hören“
Aktionstag: Wer nicht hören kann, muss hingehen

Münster -

Drehen Sie den Fernseher immer voll auf, um gut zu verstehen? Verlieren Sie in großer Gesprächsrunde leicht den Anschluss? Dann haben Sie vielleicht was an den Ohren. Im Erbdrostenhof gibt es am 23. Juni für solche Fälle einen Aktionstag.

Dienstag, 19.06.2018, 19:35 Uhr aktualisiert: 19.06.2018, 19:40 Uhr
„Jeder Fünfte zwischen 50 und 60 Jahren ist schwerhörig“, weiß Klinikdirektorin Prof. Claudia Rudack.
„Jeder Fünfte zwischen 50 und 60 Jahren ist schwerhörig“, weiß Klinikdirektorin Prof. Claudia Rudack. Foto: UKM//Fotozentrale//Marschalkowsi

Mit einem professionellen Team aus HNO-Ärzten, Hörgeräteakustikern und Audiologen präsentiert sich die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Uniklinikum am Samstag (23. Juni) ab 10.30 Uhr im Erbdrostenhof. „Jeder Fünfte zwischen 50 und 60 Jahren ist schwerhörig“, sagt Klinikdirektorin Prof. Claudia Rudack. „Allerdings wollen viele das nicht wahrhaben und verlieren auf dem Weg zum besseren Hören wertvolle Zeit.“

Denn die Folgen jahrelanger Schwerhörigkeit seien schwerwiegender als landläufig bekannt: „Schlechtes Hören erhöht das Risiko einer Demenz immens“, sagt Rudack. Und: „Wer über längere Zeit schlecht hört, bei dem verkümmern die Hörbahnen des Innenohres. Dann helfen später auch keine Hörgeräte mehr und man muss zu operativen Methoden oder Cochlea-Implantaten greifen.“ Rund zwei Dritteln der Patienten könne ein Hörgerät helfen, bei einem weiteren Drittel müsse höhergradig therapiert werden.

Kostenloser Hörtest 

Der Aktionstag will bewusst nicht nur Menschen ansprechen, die um ihre Schwerhörigkeit wissen: So ist jeder eingeladen, sich beispielsweise am Hörmobil einem kostenlosen Hörtest zu unterziehen. „Auch wenn es schwer ist, sich aufzuraffen: Wenn der Fernseher ständig zu laut gedreht wird oder man einem Gespräch in munterer Runde nicht mehr ohne weiteres folgen kann, ist es spätestens an der Zeit, sich auf den Weg zu uns zu machen“, sagt Rudack.

Der Aktionstag sei bewusst niedrigschwellig und biete einen ersten Kontakt zwischen Betroffenen und Fachärzten sowie Audiologen und Hörgeräteakustikern, heißt es.

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