„Sturm“-Inszenierung
Hafen-Bühne schwimmt davon

Münster -

Mittags klingelte im Wolfgang Borchert Theater das Telefon. Mehrere Nachbarn riefen an: „Das sieht aus, als würde eure Bühne wegschwimmen.“ Mit vereinten Kräften wurde der „Sturm“ vor dem Sturm gerettet.

Freitag, 22.06.2018, 18:10 Uhr
„Sturm“-Inszenierung: Hafen-Bühne schwimmt davon
Die Bühne des Open-Air-Spektakels "Sturm" machte sich am Donnerstag selbsständig. Foto: Silvia Drobny

 Kräftige Böen haben am Donnerstag die schwimmende Bühne im Hafenbecken, die für das Open-Air-Stück „Sturm“ aufgebaut wurde, in Bewegung gebracht. „Zwar war die Bühne noch nicht auf dem Weg Richtung Nordsee, aber sie bewegte sich mit jeder Sturmböe zwischen drei und acht Metern vor der Uferkante“, berichtet das Theater am Freitag in einer Pressemitteilung. Nach Rücksprache mit der Firma Europonton wurde die Bühne mit Spanngurten wieder eingefangen. Dabei halfen nicht nur die hauseigenen Techniker, sondern auch die Pyrotechniker, die eigentlich gekommen waren, um alles für den Abend vorzubereiten.

Am Ende gab es Entwarnung. Die Verankerung hatte gehalten, war nur etwas gelockert. Allerdings hatte der Wind auch auf der Bühne für ein ganz ordentliches Durcheinander gesorgt, Pflanzen und Sichtschutzwände umgeworfen.

Schaden ist nach Angaben des Borchert-Theaters keiner entstanden und auch die Vorstellung am Abend habe wie geplant stattfinden können – mit einer kleinen Verzögerung: Denn das Ruderboot, das die Schauspieler transportieren sollte, war samt Fahrer auf die andere Hafenseite gedriftet. „Ariel“, alias Jannike Schubert, fing den Kollegen aber zur Freude des Publikums mit dem Jetski wieder ein.

„Sturm“-Spektakel in Münsters Hafen

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  • Ein Theater-Spektakel erwartet die Besucher im Sommer in Münster.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Das Hafenbecken ist Schauplatz für ein Open-Air-Spektakel der besonderen Art.

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  • Auf einer Bühne im Wasser wird Shakespeares „Der Sturm“ gegeben.

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  • Wie diese Bilder von einer Probe zeigen, findet das Geschehen auch abseits der Bühne statt.

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  • Das Stück dauert knapp zwei Stunden.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Die Bühne ist eine stilisierte Insel mit Sand, Gestrüpp und einem Wasserlauf,...

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  • ...der in die Inszenierung einbezogen wird.

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  • Mit dem Hafen-Stück setzt Intendant und Regisseur Meinhard Zanger die Tradition der großen Open-Air-Produktion im Gasometer 2012 („Sommernachtstraum“) fort.

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  • Zanger zeigt, dass er sich auf Shakespeare als volksnahen, aber nicht -tümlichen Dramatiker versteht.

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  • Da knallt und blitzt es beizeiten durchaus effektvoll!

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  • Regisseur, Ausstatter und Lichtdesigner schaffen zusammen eindrucksvolle Bilder.

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  • Dem Ensemble ist die Spielfreude anzusehen.

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  • Das Stück, das am 16. Juni eine (verregnete) Premiere feierte, wird noch bis zum 15. Juli täglich außer montags aufgeführt.

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  • Weitere Aufführungen folgen vom 21. August bis zum 16. September – wieder jeweils täglich außer montags.

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  • Viele Vorstellungen sind schon ausverkauft.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Tickets auf der Zuschauertribüne auf der Hafen-Südseite gibt es in drei Preiskategorien (28, 35 und 42 Euro).

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