Fr., 22.06.2018

„Sturm“-Inszenierung Hafen-Bühne schwimmt davon

„Sturm“-Inszenierung: Hafen-Bühne schwimmt davon

Die Bühne des Open-Air-Spektakels "Sturm" machte sich am Donnerstag selbsständig. Foto: Silvia Drobny

Münster - 

Mittags klingelte im Wolfgang Borchert Theater das Telefon. Mehrere Nachbarn riefen an: „Das sieht aus, als würde eure Bühne wegschwimmen.“ Mit vereinten Kräften wurde der „Sturm“ vor dem Sturm gerettet.

 Kräftige Böen haben am Donnerstag die schwimmende Bühne im Hafenbecken, die für das Open-Air-Stück „Sturm“ aufgebaut wurde, in Bewegung gebracht. „Zwar war die Bühne noch nicht auf dem Weg Richtung Nordsee, aber sie bewegte sich mit jeder Sturmböe zwischen drei und acht Metern vor der Uferkante“, berichtet das Theater am Freitag in einer Pressemitteilung. Nach Rücksprache mit der Firma Europonton wurde die Bühne mit Spanngurten wieder eingefangen. Dabei halfen nicht nur die hauseigenen Techniker, sondern auch die Pyrotechniker, die eigentlich gekommen waren, um alles für den Abend vorzubereiten.

Am Ende gab es Entwarnung. Die Verankerung hatte gehalten, war nur etwas gelockert. Allerdings hatte der Wind auch auf der Bühne für ein ganz ordentliches Durcheinander gesorgt, Pflanzen und Sichtschutzwände umgeworfen.

Schaden ist nach Angaben des Borchert-Theaters keiner entstanden und auch die Vorstellung am Abend habe wie geplant stattfinden können – mit einer kleinen Verzögerung: Denn das Ruderboot, das die Schauspieler transportieren sollte, war samt Fahrer auf die andere Hafenseite gedriftet. „Ariel“, alias Jannike Schubert, fing den Kollegen aber zur Freude des Publikums mit dem Jetski wieder ein.

Fotostrecke: „Sturm“-Spektakel in Münsters Hafen



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