Filmauto nachgebaut
Die Zeitmaschine aus Roxel

Münster -

In der Kino-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ dient ein Sportwagen als Zeitmaschine. Der Nachbau des Klassikers steht in Roxel und wird nun Teil eines neuen Filmprojekts.

Freitag, 22.06.2018, 20:00 Uhr
Dreharbeiten in Roxel: Das Team des Südwestrundfunks um Filmautor Thorsten Link (l.) lässt sich den als Zeitmaschine originalgetreu nachempfundenen DeLorean-Sportwagen von Josef Hesse und Oliver Wirtz erklären.
Dreharbeiten in Roxel: Das Team des Südwestrundfunks um Filmautor Thorsten Link (l.) lässt sich den als Zeitmaschine originalgetreu nachempfundenen DeLorean-Sportwagen von Josef Hesse und Oliver Wirtz erklären. Foto: hpe

Wer die Originalpläne für eine Zeitmaschine besitzt, kann mal eben in Opas Vergangenheit reisen oder fix nachschauen, was sich so in 100 Jahren ereignen wird. Zumindest im Science-Fiction-Filmklassiker „Zurück in die Zukunft“ gelingt es so den Hauptdarstellern, mit einem zur Zeitmaschine umgerüsteten Sportwagen zwischen den Jahrhunderten zu cruisen.

Der spektakulärste Nachbau des gebauten DeLorean-Fahrzeugs aus rostfreiem Edelstahl steht im kleinen Showroom bei Dr. Josef Hesse in Roxel, gemeinsam mit seinem Freund Dr. Oliver Wirtz aus Coesfeld hat er das Filmauto inzwischen „bis zur Perfektion“ nachempfunden und sorgt damit nicht nur bei den Filmfans und Oldtimer-Liebhabern für Aufsehen. Seit Freitag dreht der Südwestrundfunk in Münster eine Dokumentation über die beiden Auto-Enthusiasten und ihr nachgebautes Filmfahrzeug.

Hesse (45), Geschäftsführer der Sportgerätebaufirma Schäper, schaut sich die einzelnen Fahrzeug-Filmsequenzen der zwischen 1985 bis 1990 gedrehten Kino-Trilogie immer wieder an. Und entdeckt unscheinbare Kleinigkeiten, mit denen er seinen Nachbau weiter präzisieren kann.

Film-Auto in Münster nachgebaut

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  • Der DeLorean, der in „Zurück in die Zukunft“ als Zeitmaschine dient, wurde in Münster originalgetreu nachgebaut.

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  • Dreharbeiten in Roxel: Das Team des Südwestrundfunks um Filmautor Thorsten Link (l.) lässt sich den Sportwagen von Josef Hesse und Oliver Wirtz erklären.

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  • Filmemacher Link schwärmt: „Nachbauten vom DeLorean gibt es inzwischen viele auf der Welt. Aber nicht in dieser Qualität. Darum sind wir hier.“.

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  • Für den Ausbau gehen Josef Hesse und Oliver Wirtz in Amerika auf die Suche nach Teilen.

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  • Jedes Detail muss stimmen. Die Düsen, zuerst als Pappmodell gebaut, wurden in Alu gebaut und lackiert.

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„Vor den Dreharbeiten damals wurden die Filmautos in großer Eile hergestellt. Eishockey-Pucks und Teile aus Kaffeemaschinen mussten herhalten“, so Filmautor Thorsten Link. Der Münster-Nachbau sei „viel besser“, meint der Redakteur.

In Roxel ist tatsächlich alles ein bischen anders. Das Duo besitzt gleich mehrere der zwischen 1981 und 1982 gebauten und heute sehr gefragten DeLorean-Sportwagen, die quasi als Ersatzteillager für das Showfahrzeug dienen. „Wir sind ständig in Amerika auf der Suche nach Teilen, aber das wird mit der Zeit immer schwieriger“, so Hesse. Deshalb werden Originale wie die Hubschrauber-Düse als „Kühlrippe“ auf dem Dach oder die Halterung für die Röhrchen der „Plutoniumkammer“ nachgebaut. „Wir machen Formen von den Teilen und gießen sie nach“, so Hesse. Viele 100 Stunden Bastelei hat es gedauert, bis die Zeitmaschine in der heutigen Präzision realisiert war. Fluxbänder wurden aus Alurohren gebogen und mit Lochblech belegt. LED-Streifen verarbeitet und heftig blinkende Zeituhr-Konsolen eingesetzt. Zwischen den Sitzen ist ein „Soundmodul“ verbaut und kann die typischen Filmgeräusche abspielen. Die Düsen, zuerst als Pappmodell gebaut, wurden in Alu gebaut und lackiert. Ohne die Außenaufbauten darf der Wagen auf der Straße bewegt werden.

„Andere basteln mit viel Leidenschaft an ihrer Modelleisenbahn, wir lieben die Filmautos“, so Hesse und Wirtz. Dass ausgerechnet ihr Auto für die Dreharbeiten ausgewählt wurde, sehen sie schon als Wertschätzung für ihre Arbeit an.

Filmautor Link: „Nachbauten vom DeLorean gibt es inzwischen viele auf der Welt. Aber nicht in dieser Qualität. Darum sind wir hier.“

„Zurück in die Zukunft“

Die Science-Fiction-Film-Trilogie „Zurück in die Zukunft“ (Original: „Back to the Future“) begeisterte zwischen 1985 und 1990 Kinofans in aller Welt. Als Zeitmaschine für die Hauptdarsteller suchten die Filmemacher damals nach einem Auto, das möglichst futuristisch wirkte, aber kaum auf den Straßen zu sehen war. Man wählte den DeLorean DMC-12 aus, der wegen seine Karosserie aus rostfreiem Edelstahl ideal geeignet war.

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