Informationsveranstaltung zu Durchblutungsstörungen
Hilfen gegen die Schaufensterkrankheit

Münster -

Die Schaufensterkrankheit hat nichts mit einem Shopping-Muffel zu tun, und viele Betroffene kennen das Szenario: Nach kurzem Gehen treten Schmerzen in den Beinen auf, man muss stehenbleiben und idealerweise in ein Schaufenster schauen, um nicht aufzufallen.

Freitag, 22.06.2018, 15:00 Uhr aktualisiert: 22.06.2018, 18:50 Uhr
Die Experten des nächsten Forums (v.l.), Priv.-Doz. Martin Austermann, Dr. Harald Pohlmeier, Dr. Simone Gurlit, Dr. Ulrike Teßarek und Dr. Murat Özgün, beraten zum Thema Durchblutungsstörungen.
Die Experten des nächsten Forums (v.l.), Priv.-Doz. Martin Austermann, Dr. Harald Pohlmeier, Dr. Simone Gurlit, Dr. Ulrike Teßarek und Dr. Murat Özgün, beraten zum Thema Durchblutungsstörungen. Foto: St. Franziskus-Hospital GmbH

Die Schmerzen verschwinden nach kurzer Zeit und das nächste Schaufenster kann anvisiert werden. Hierbei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine, in Fachkreisen als periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVK) bekannt. Deren Vorbeuge- und Behandlungsmöglichkeiten stehen im Fokus des Franziskus-Forums am 4. Juli.

Durchblutungsstörungen in den Beinen sind weit verbreitet und gehören für etwa jeden Vierten über 65 zum Alltag, heißt es in einer Pressemitteilung des Forums. Dr. Harald Pohlmeier gibt einen Überblick über die Symptome und erklärt deren Entstehung und Risikofaktoren. Eine möglichst frühe Diagnose, die zumeist mittels Ultra­schall­unter­suchung erfolgt, ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Eine weiterführende Diagnostik ist mit der Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT, MRT) möglich.

Dr. Murat Özgün erläutert die Verfahren, mit der selbst kleinste Gefäßveränderungen festgestellt werden können. Sie können mit oder teilweise auch ohne Kontrastmittel durchgeführt werden und sind für die Patienten meist gut verträglich. Ist die Arterienverkalkung bereits weit fortgeschritten und eine operative Behandlung notwendig, gibt es dafür moderne Verfahren.

Privatdozent Dr. Martin Austermann gibt einen Überblick über die OP-Techniken, die häufig minimalinvasiv ohne größere Einschnitte durchgeführt werden. Diese sind meist mit einem nur kurzen Klinikaufenthalt verbunden. Häufig sind die Betroffenen älter und leiden an weiteren, teilweise chronischen Erkrankungen, die auch andere Organfunktionen einschränken. Dr. Simone Gurlit gibt Tipps für Patienten und Angehörige, um sich auf den Krankenhausaufenthalt bestmöglich vorzubereiten und um eine individuelle Betreuung zu ermöglichen.

In bewährter Weise besteht nach den Vorträgen die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Auch wird es wieder eine „Aktive Pause“ geben, die Katharina Brummund und Sarah Schmiedicke gestalten.

Franziskus-Forum

Das Franziskus-Forum findet statt am 4. Juli (Mittwoch) um 17 Uhr im Foyer des St.-Franziskus-Hospitals (Einlass ab 16.30 Uhr), der Eintritt ist frei. Unverbindliche Anmeldung ist erwünscht unter 0251-9 35 33 55.

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