Erfolgreiche Stadt-Marketing-Idee
Münster-Botschafter per Button

Münster -

Beim Katholikentag gab es den Button das erste Mal. Jetzt soll eine erfolgreiche Idee fortgeführt werden - und Münsteraner als Botschafter für ihre Stadt erkennbar machen.

Freitag, 22.06.2018, 19:15 Uhr aktualisiert: 22.06.2018, 19:32 Uhr
Mit diesen Buttons geben sich Münsteraner als Ansprechpartner für Touristen zu erkennen.
Mit diesen Buttons geben sich Münsteranerinnen und Münsteraner als Ansprechpersonen für Touristen zu erkennen. Foto: Matthias Ahlke

„Ich bin Münsteraner in – Frag mich gerne!“ Diese Botschaft hat Anklang gefunden. Nicht nur jüngst zum Katholikentag, als die Stadt Münster allein 15 000 Buttons unter ihren Bürgerinnen und Bürgern verteilte. Und zusätzlich 40 000 Postkarten samt Aufkleber unters Volk gebracht hat.

„Wir wollten die Münsteraner zu Botschaftern ihrer Stadt machen“, sagt Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster-Marketing, trotz anfänglicher Skepsis. Weil die Idee indes so gut funktioniert hat, sollen die Magnetplaketten am Revers weiter im Stadtbild zu sehen sein. Das Signal an Touristen: Sprich mich an, ich helfe dir!

Projekt wird fortgesetzt

„Wir werden den Button weiter vertreiben“, kündigt Spinnen nach der positiven Resonanz zur Premiere an. Bei Großveranstaltungen wie Stadtfest oder Schauraum, wenn viele Menschen von außerhalb die Domstadt bevölkern, sollen sich interessierte Einheimische mit dem gelben oder hellblauen Rundling als Ansprechper son zu erkennen geben – „eine unglaublich charmante Idee“, wie Münsters oberste Tourismus-Förderin meint. Die Buttons, so glaubt sie, könnten sogar wahre Sammelobjekte werden.

Dabei fing die große Nummer eigentlich ganz unaufgeregt im Kleinen an: im Betriebsausschuss Münster-Marketing, wo die Kommunalpolitik das Tun der städtischen Tourismusförderung meist mit konstruktivem Wohlwollen begleitet. In einer dieser Sitzungen zu Anfang des Jahres trug FDP-Vertreter Hein Götting den besagten Vorschlag in die Runde.

„Unsere Fraktionsvorsitzende ist zuvor angesprochen worden, ob wir so etwas nicht initiieren können“, erinnert er sich. Bei Münster-Marketing sei die Idee dann auf fruchtbaren Boden gefallen, freut sich Götting über den Erfolg einer „kleinen, simplen Idee“.

„Gastfreundschaft ist unglaublich wichtig“

Doch in den Augen der professionellen Münster-Werbenden hat das Projekt ungeahnte Kreise gezogen: Während Einheimische anderer Städte sich bereits über zu viele Touristen vor ihrer Haustür beklagen, haben die Münsteranerinnen und Münsteraner den Ball offenbar dankend aufgenommen.

Ihr Stolz auf die Heimat und deren Geschichte scheinen durch den Button geradezu aktiviert worden zu sein. Bernadette Spinnen lobt die Lust ihrer Mitmenschen, für die eigene Stadt in Erscheinung zu treten: „Gastfreundschaft ist unglaublich wichtig.“ Und die Münsteranerinnen und Münsteraner brennen anscheinend dafür.

Zugreifen ausdrücklich erwünscht!

Bei den Netzwerk-Partnern in Hotellerie und Kaufmannschaft will Münster-Marketing die Postkarten und Buttons künftig verteilen.

Auch im Bürgeramt sollen sie jetzt ausliegen: Zugreifen ausdrücklich erwünscht!

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