Trauerkorso von Nordhorn nach Münster
Hells Angels bilden Trauerzug mit Hunderten Motorrädern

Münster -

Zusammenhalt gilt beim Rocker- und Motorradclub Hells Angels bis zum letzten Weg. So nahmen am Samstag über 700 Gäste an der Beerdigung eines Gelmeraners teil. Die meisten mit ihren Motorrädern. Aus ganz Deutschland und den Niederlanden waren die Biker angereist. Der imposante Trauerzug wurde von der Polizei begleitet.

Samstag, 23.06.2018, 16:18 Uhr aktualisiert: 23.06.2018, 17:37 Uhr
Trauerkorso von Nordhorn nach Münster: Hells Angels bilden Trauerzug mit Hunderten Motorrädern
Laut Polizei verlief die Beerdigung friedlich, lediglich einige Verkehrsbehinderungen durch den Trauerkorso habe es gegeben. Foto: Marion Fenner

Aus dem Clubhaus in Nordhorn, wo der Verstorbene aufgebahrt worden war, hatten ihn die Bestatter der münsterischen Firma Averbeck mit einem stilechten Oldtimer-Leichenwagen abgeholt. Im Inneren war der weiße Sarg mit goldener Schrift zu sehen. „Das hat der Club ausdrücklich so gewünscht“, erklärte einer der Bestatter, der ebenfalls beeindruckt war, wie viele Menschen den Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiten.

Eine Ausnahmesituation - auch für den Bestatter

„Wir sind schon in Nordhorn sehr gastfreundlich empfangen worden“, erzählt der Bestatter, der erklärt, so eine Beerdigung auch noch nicht mitgemacht zu haben. Rund 600 Motorräder – und der Pontiac Starchief, Baujahr 1958 mit der Ehefrau des Verstorbenen - haben den Trauerzug nach Gelmer begleitet. Auf einer eigens abgesperrten Wiese neben dem Friedhof parkten die Biker.

Rocker-Beerdigung in Gelmer

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Alles war perfekt organisiert - bis hin zum Toilettenwagen. Auch an der Alten Schifffahrt waren Motorräder ordentlich in Reih und Glied geparkt. Viele Trauergäste trugen T-Shirts mit dem Konterfei des Verstorbenen und der Aufschrift „Angels Never Die“. Das Motorrad des Verstorbenen war am Eingang des Friedhofs aufgestellt worden.

Schaulustige, Rocker und Nachbarn bei Trauerfeier

Nicht nur Rocker, auch Nachbarn im schwarzen Anzug erwiesen dem Gelmeraner die letzte Ehre. Zahlreiche Schaulustige waren gekommen – so eine Trauerfeier hat es in der Geschichte des Stadtteils schließlich noch nicht gegeben. Laut Polizei ist alles friedlich geblieben, lediglich einige Verkehrsbehinderungen durch den Trauerkorso habe es gegeben.

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