Die Putte für Stammzellforscher
Hans Schöler erhält Preis der Salzstraßen-Kaufleute

Münster -

Die Kaufleute von der Salzstraße haben am Dienstagabend den münsterischen Stammzellforscher Hans Schöler mit der Putte ausgezeichnet. Der Preis, Nachbildung eines Engels, würdigt Münsteraner, die zur kulturellen Ausstrahlung der Stadt beitragen.

Dienstag, 26.06.2018, 20:28 Uhr aktualisiert: 26.06.2018, 20:56 Uhr
Prof. Dr. Hans Schöler (Mitte) wurde am Dienstagabend mit der Putte ausgezeichnet. Eingerahmt wird er von Matthias Lückertz (r.) und Andreas Freisfeld. Ganz links sitzt Prof. Dr. Thomas Sternberg, der die Verdienste Schölers würdigte.
Prof. Dr. Hans Schöler (Mitte) wurde am Dienstagabend mit der Putte ausgezeichnet. Eingerahmt wird er von Matthias Lückertz (r.) und Andreas Freisfeld. Ganz links sitzt Prof. Dr. Thomas Sternberg, der die Verdienste Schölers würdigte. Foto: Matthias Ahlke

Er ist nicht der erste Wissenschaftler, der sich die kleine, goldene Putte ans Revers heften kann. Aber Professor Hans Schöler, Direktor des münsterischen Max-Planck-Instituts für Molekulare Biomedizin, ist der erste Naturwissenschaftler, der die Auszeichnung erhält. Die Kaufleute der Salzstraße haben am Dienstagabend dem international renommierten Stammzellforscher die Putte verliehen.

Dass sich Münster heute als Stadt der Wissenschaft und Lebensart definiert, ist deutlicher Ausdruck deiner außerordentlichen Leistungen, die du mit deinem Institut erreicht hast.

Matthias Lückertz

Matthias Lückertz sagte es in seiner Laudatio für die Kaufleute im Salzstraßen-Viertel bei der Feier im Erbdrostenhof kurz und bündig: Hans Schöler habe maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Münster als Wissenschaftsstandort weiter profiliert habe und ausstrahle. „Dass sich Münster heute als Stadt der Wissenschaft und Lebensart definiert, ist deutlicher Ausdruck deiner außerordentlichen Leistungen, die du mit deinem Institut erreicht hast“, so Lückertz gewandt an Schöler.

Zuvorkommend und fröhlich-freundlich

Auch Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees Deutscher Katholiken und ehemaliger münsterischer Landtagsabgeordneter, rühmte neben Schölers wissenschaftlichen Verdiensten dessen „schon früh entwickelten Willen zur vollen Integration in Münster“. Schöler, laut Sternberg „immer zuvorkommend und fröhlich-freundlich“, habe für Laien eine sehr wohltuende Fähigkeit: „Dieser Wissenschaftler kann auch erklären, was er macht, er richtet sich nicht in der eigenen Sprache der Unverständlichkeit ein“, so Sternberg. Wenn Verständlichkeit die Höflichkeit der Experten ist, dann sei Hans Schöler ein äußerst höflicher Mensch.

Preisverleihung seit 20 Jahren

Was der Geehrte umgehend unter Beweis stellte: Den Kaufleuten dankte er und gab das Lob an Münster zurück: „Wissenschaftler brauchen eine gute Umgebung, damit sie produktiv sein können – und die Umgebung besteht eben im Wesentlichen aus Menschen.“

Die Putte, die die Kaufleute vor über 20 Jahren zu der Preisverleihung inspirierte, ist ein Teil der Barockmalerei im Firmament des Erbdrostenhofes. Zur Preisverleihung hatte sich die Festgesellschaft unter echtem blauen Himmel im Hof des Barockbaus versammelt. Götz Alsmann, dem die Putte vor 17 Jahren verliehen wurde, sorgte in seiner Rede dafür, dass in punkto Putte bei den mehreren Hundert geladenen Gästen keine Fragen mehr offen blieben.

Ehemalige Puttenträger sind auch Klaus Bußmann, Konrad Hünteler, Manfred Schneckenburger, Rita Russek und Leonard Lansink, Barbara Stollberg-Rilinger, Wolfgang Hölker sowie Kasper König.

Die Putte

Die Putte ist eine kleine goldene Nachbildung einer Figur aus dem Firmament des Erbdrostenhofes. Die Kaufleute dieser alten deutschen Handelsstraße haben die Putte gewählt, um Menschen zu danken, die mit ihrem Engagement und ihrer Fantasie zur kulturellen Ausstrahlung der Stadt Münster beigetragen haben.

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